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auf nach Schefflenz !
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Südpfalzlauf Rülzheim – 28.5.2012
mein vierter Start in Rülzheim, heute nehmen wir mal die Pfingstvariante. Seither bin ich hier immer im September gelaufen, hier geht’s zu den Berichten.
Naja, so ist Rülzheim halt auch schnell erzählt, denn alles ist wie immer. Einzig Birgit und Norbert als Reisebegleitung sind hier neu, und Feuerbacher sind diesmal nicht in Scharen vertreten. Ob Pfingsten oder Herbstlauf macht keinen Unterschied. Es ist warm und leicht dämpfig, auf der Rückfahrt werden saubere 28 Grad angezeigt. Geht aber noch.
Der Lauf unspektakulär und schön wie immer, es ist und bleibt eine meiner liebsten Strecken. Die Rahmenbedingungen sind nicht schuld, dass ich die angepeilten sub-1:45 nicht schaffe. Ich bin von Anfang an nicht schnell genug, laufe aber relativ sauber durch, nur die letzten 5 km sind echt spaßfrei. Unterm Strich reißen sie es aber auch nicht mehr rein oder raus.
Unterwegs passiert wenig. Ich fühle mich ab km 3 von einer Hellblauen verfolgt, die sich immer wieder in meinen Windschatten hängt, die auf Aufforderung aber nicht auch mal ein Stück vorne laufen möchte. Das verdrießt mich, aber abhängen lässt sie sich auch nicht so leicht. Erst am Schluss, als mich Maria von der MuLi zum Abruf der letzten Reserven motiviert, wird der Abstand größer. Maria zieht dann weg und macht Platz 3 in unserer AK, den sie auch wirklich verdient hat. Den letzten Kilometer teile ich mir mit Otto (“nächstes Jahr M70″), der sogar noch auf mich wartet. Er läuft richtig toll, und auf den letzten 300 Metern hat er noch Reserven für einen sauberen Zielsprint.
Mit 1:49,36 komme ich herein, das gibt Platz 4/15 in der AK und 158/288 im gemischten Gesamt. Von der Moderation des VanMan Jochen Heringhaus bekomme ich mal wieder nix mit, bin zu kaputt. Norbert wartet schon im Ziel, aber natürlich mehr auf Birgit als auf mich
Sie kommt auch bald.
Die Siegerehrung mit Tombola ist auch nett wie immer. Norbert hat irgendwo gehört, dass man ein Rülzheimer Shirt bekommt, wenn man hier 4x gestartet ist. Ich frage den Moderator, der sagt das stimmt nicht, schenkt mir aber dafür eins. Na
Die Rülzemer haben Routine, die ganze Veranstaltung klappt wie am Schnürchen, alles prima. Auch die offene Halle ist schön hergerichtet. Die Startgebühr von 8 EUR ist und bleibt sensationell, dafür gibt es Bruttozeit und Barcode-Scannung, stimmt aber mit meiner Handstoppung exakt überein. Wer möchte, kann hier unbehelligt aus der ersten Reihe starten. Neu in diesem Jahr ist der Fotodienst an der Strecke, den gab es im September zumindest seither nicht.
Moralisches Fazit: Nach dem Programm der letzten Wochen muss es mich nicht wundern, dass ich nicht viel zusammenbringe. Trotzdem bin ich ein klein wenig angefressen und mein Fuß wird auch nicht wirklich besser. Biel ist in weniger als 2 Wochen, und mir ists mulmig.
PS: Birgits Bericht gibt etwas mehr Informationen zum Lauf her
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im Test: BROOKS Infinity Short Tight
meinen Testbericht gibt es HIER
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Dieter Baumann – Brot und Spiele
nach dem Buch “Brot und Spiele” von Siegfried Lenz
Termine:
- 15.6. im Theaterhaus
- 14.7. beim Ludwigsburger Citylauf
- weitere Termine unter www.dieter-baumann.de
Martin und ich waren gestern zur Vorstellung im Theaterhaus eingeladen und es war richtig klasse. Sehr schade, dass der Saal nur etwa zu einem Viertel gefüllt war, die Aufführung hätte wirklich ein größeres Publikum verdient.
Ein starker und unterhaltsamer Abend, keine seichte Berieselung und keine Minute langweilig. Unspektakulär, souverän und ohne Selbstbeweihräucherung wechselt Baumann zwischen 3 Hauptrollen und füllt sie mit Leben, die vorgelesenen Anteile sind kurz. Ziemlich gutes klassisches Material, ziemlich gut umgesetzt. Als one-man-show ganze zwei Stunden lang ein Publikum zu unterhalten und dabei OHNE Kalauer und Knalleffekte auszukommen, das ist schon eine große Leistung. Ein professioneller Schauspieler hätt es nicht besser machen können.
Uns hat’s wirklich sehr gut gefallen, und ich kann Euch die Vorstellung guten Gewissens empfehlen
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MyCityRun – Deine Stadt. Dein Sommer. Dein Lauf.
MyCityRun kommt in 5 deutsche Großstädte. Stuttgart ist dabei.
Ich bin auch dabei. An 7 Abenden als Laufgruppenbetreuer. Am 5. Juni um 18:00 Uhr geht’s los, alle Infos direkt auf der Website.
Es wird das, was wir daraus machen… Hoffentlich wird’s gut, ich freu mich drauf
Wer kommt mit?
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Gebirgstälerlauf Oberstdorf – 20.5.2012
was für ein wahnsinnig toller Lauf ! Allgäu pur bei mindestens 25 Grad und keinem Wölkchen am Himmel. Durch grüne Wiesen an mehreren großen Bächen entlang die so laut rauschen, dass man die eigenen Schritte nicht mehr hört, umgeben von schneebedeckten Gipfeln steinige und wurzelige Waldwege hinab… Zum Teil war es so schön, dass es schiergar nimmer zum Aushalten war.
Die 400/500 Höhenmeter, die fiesen Anstiege, die sengende Sonne, die Salzkrusten die vom Gesicht bröckeln… alles egal. Es war einfach TRAUMHAFT. Der schönste Halbmarathon, den wo’s gibt.
Die Strecke ist eindeutig, aber bei den Höhenmetern scheiden sich die Geister.
(Veranstalter)
So gibt der Veranstalter 594 Höhenmter in Summe aus, mein Garmin Connect meldet 430 Höhenmeter mit Korrektur (und 530 ohne), bei GPSies mit Korrektur eingegeben kommen 355 Höhenmeter heraus, bei einem anderen Nutzer dagegen 433…. was glauben wir jetzt? Eigentlich ist es ja total egal, aber den Statistiker in mir irritieren halt so ungenaue Angaben… Gefühlt würde ich sagen es waren 400/500 Höhenmeter, denn es ging schon auch in der Ebene ständig leicht bergauf und die sichtbaren Anstiege waren schon recht heftig. Dafür waren die Gefällstrecken aber auch echt knackig
Und so langsam traue ich mich auch, über Wurzeln und Steine mal im Rahmen meiner Möglichkeiten Gas zu geben, muss da ja wg. meiner Augen immer besonders vorsichtig sein.
Günter und ich sind früh genug da und schnappen uns den strategisch perfekten Parkplatz genau an der Therme und hinter dem Start/Ziel-Areal. Es wird warm heute, und man könnte eine Sonnenbrille durchaus vertragen. Vor dem Start treffen wir noch zwei Bekannte aus Böblingen und Thomas, meinen Begleiter von den letzten Kilometern des APUT, dann sehen wir noch etwas Allgäuer Prominenz, aber sonst kennen wir hier keinen. Von Lisa und Kurt leider keine Spur. Die Allgäuer Mädels haben geflochtene Zöpfe, wahnsinnig tolle muskulöse Beine und sehen so gesund und frisch aus als ob sie alle Heidi heißen. Für meinen Geschmack sind sie viel hübscher als manche Hungerhaken, die man bei den typischen Asphaltstartaufstellungen so sieht.
Hier gibt es was ganz Besonderes: Die Damen starten mit 15 Minuten Vorsprung, dann erst werden die Herren auf die Jagd gelassen. Da die Strecke nicht so sehr breit ist, entspannt das die ersten Kilometer. Etwas befremdlich fühlt es sich schon an, allein unter 100 Frauen in der Startaufstellung zu stehen. Lisa finde ich immer noch nicht. Die Stimmung ist prächtig. Es sind noch 3 Minuten bis zum Start, die männlichen Läufer und die Zuschauer stehen außerhalb der Gitter und klatchen für die Mädels. Mit dem Startsignal laute Pfiffe und Gejohle. Wir laufen eine Runde durch die Innenstadt, vielleicht 800 Meter und kommen dann erneut unter lauten Anfeuerungen unterm Startbogen durch. Günter steht 200 Meter hinter dem Start und schreit auch mit.
Mir ists schon ganz schwummrig, denn mit dem Startschuß ist die Temperatur um gefühlte 15 Grad angestiegen. Die Sonne knallt aufs Haupt und in meinen Knien ist Pudding, in meinen Oberschenkeln Blei. Es ist auf einmal affenheiß hier. An meinem Ellbogen hängt eine schwer keuchende Dame, die sich wohl an mir orientieren möchte, die aber zum Glück schon bei km 1 abreißen lässt.
Schon geht es hinein in den ersten Anstieg. Bis km 10 wird es konstant bergauf gehen, und schon der Anfang ist vielversprechend. Ich muss gleich mal gehen. Auch ohne den Rennsteig würde ich hier vielleicht nicht mehr laufen. Wir kommen an zwei kleinen Weihern vorbei und laufen lange an einem größeren Bach entlang. Zwischen Wiesen und Bäumen haben wir schneebedeckte Gipfel vor uns. Ziegen. Kühe mit sanftem Gebimmel kommen erst hinter km 15.
Es ist Postkartenidylle, so schön dass es fast wehtut und alles andere vergessen lässt. Danke einfach, dass ich hier sein kann
Ich bin glücklich und fühle mich unglaublich frei. Ich weiß das klingt total übergeschnappt, aber es ist so schön im Allgäu zu sein und diese Weite und den Ausblick zu genießen. Vergessen sind die dunkel dräuenden Endloswälder auf dem kalten Rennsteig. Günni gfällt’s auch:
Nach einer Weile geht es zum Glück flacher weiter. Auch die Damen um mich herum leiden. Es wird nicht viel gesprochen, mal ein Blick getauscht, es ist seltsam so ganz ohne Männer. Ich trau mich gar nicht, was zu sagen. Womöglich ist hier Zickenalarm? Erst als uns der führende Läufer kurz vor km 7 überholt, lockert sich die Stimmung etwas. Neben mir läuft eine ganz Nette in einer langen Hose.
Bis kurz nach km 10 wird es immer weiter bergauf gehen, aber die Steigung wird flacher und ist gut laufbar. Zum Teil sieht es sogar aus wie in der Ebene, und nur die Pace-Anzeige zeigt, dass es keine Ebene sein kann. Ich pendle mich bei einem Gesamtschnitt von knapp über 6 ein. Um unter 2 Stunden zu bleiben müsste ich unter 5:45 laufen, das sehen wir dann mal auf der zweiten Streckenhälfte, da geht garantiert noch was.
Wir werden von immer mehr Läufern überholt und erreichen irgendwann den Beginn der Wendestrecke. Hier kommen gerade die schnellsten Frauen dahergefegt, das glaubst Du nicht. Von hinten zischt Thomas Miksch vorbei – wann kann ich schonmal sagen, dass ich vor ihm war? Ein langes Stück geht es nun geradeaus, der Wendepunkt ist noch nicht zu sehen. Er ist mit der zweiten Wasserstation ausgestattet, es gibt Wasser und ISO und ich bleibe kurz stehen. Auf dem Rückweg halte ich nach Lisa und Günni Ausschau, aber keiner der beiden ist zu sehen. Immer wieder finde ich mich neben Kathi, die auf meinem Shirt gelesen und sich vorgestellt hat. Leider geht es ihr später nicht mehr ganz so gut und auch mein Traubenzucker hilft nur bedingt, so dass wir uns erst im Ziel wieder treffen. Sie läuft toll, ganz konzentriert.
Jetzt geht es rechts weg in den schattigen Wald, was für eine Wohltat. Der Weg ist schmal, steinig und wurzelig, aber mir geht es inzwischen richtig gut und ich kann ihn schnell laufen. Nicht ganz ohne sind die immer noch sehr schnellen Männer, die hier vorbeiheizen. Ich möchte ja keinen behindern, aber mir trotzdem gern den sicheren Weg suchen, beides geht aber nicht. Also werde ich auch ein bißchen übermütig und lasse laufen, wooooh…. das fetzt
ich steh richtig rein
Hinter mir höre ich einen Läufer stürzen, und er fällt schneller als ich laufen kann, kann mich gerade noch mit einem Satz retten, bevor er mich mitreißt. Mit einer eleganten Rolle ist er wieder auf den Füßen und meint, alles ok, nix passiert, grinst, und schon verschwindet er… Ich lauf doch lieber ein kleines bisschen mehr auf Sicherheit jetzt. Das Waldstück geht nur 2 km.
Jetzt kommen wir auf Asphaltiertes, hier sind viele Spaziergänger, Wanderer, Kinderwagen, Radfahrer unterwegs. Es geht grad noch so, die Leute freuen sich über die Läufer und wir werden angefeuert. Bis km 15 läuft die Strecke nun bergab, unten habe ich den Schnitt auf 5:45 gedrückt, das passt ja. Nun kommen wieder 2 km Anstieg. Stückweise muss ich gehen. Wir kommen an einem wunderschönen Gebirgsbach vorbei, zwei schnelle Läufer hängen Arme und Kopf hinein und vertrödeln Zeit, das würd ich auch gern machen. Seit km 10 hat mich keine Frau mehr überholt, aber ein paar hab ich einsammeln können. Das war ohnehin klar, auf dieser Strecke bin ich hintenraus King Käs. Die Männer die jetzt überholen laufen auch nicht mehr um den Sieg und haben Zeit für kleine Komplimente im Vorbeirennen. Wirklich arg arg nett.
In einer Spitzkehre die letzte Wasserstation und jetzt geht es die restlichen 4 km nur noch bergab, I’m very pleased und habe 5:56 auf der Uhr. Da geht noch was. Auf dem nächsten Waldstück, eigentlich unkritisch zu laufen, sitzt ein Läufer mit Problemen, aber 2 Sanis sind schon da. Ich bin so übermütig, dass ich mich wirklich einbremsen muss, stürzen möchte ich nach Möglichkeit nicht… Also lasse ich lieber locker auslaufen bis es flacher wird. Beim km-20-Schild zeigt die Uhr 1:54,40 – es bleibt noch 5:20 für die letzten 1,1 Kilometer, das ist zu knapp, denke ich. Noch eine Weile lasse ich rollen, doch dann sehe ich das Café kurz vor dem Zieleinlauf. Zwar von weitem, aber ich hab noch 2 Minuten. Das muss reichen, mich packt der Ehrgeiz. Auf der Zielgeraden ist Bombenstimmung, ich grinse und winke und laufe über einen schmalen Steg mit 1:59,18 ins Ziel. Japs. Keine 15 Sekunden später wird Günni anmoderiert. Sehr schade, das wär doch mal ein Zielfoto geworden
Hier im Allgäu gibt das Platz 12/25 in der AK und 51/100 gesamt, 320 Männer kamen ins Ziel. Punktlandung im Mittelfeld für so einen Lauf ist für mich absolut super in Ordnung. Vielleicht werde ich ja doch noch besser am Berg?
Fazit: prima organisierter Lauf durch absolut traumhafte Landschaft. 21 EUR Startgebühr (25 EUR Nachmeldung) incl. Finishershirt und freiem Eintritt in die Therme, da kannst nich meckern.
HIER ist noch mein Bericht dazu auf dem Frubiase Sport Blog.
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Stäffeleslauf Bad Wildbad – 18.5.2012
was für ein putziger kleiner Lauf
und sowas von nett gemacht, da muss ich nächstes Jahr wieder hin. Hier wird noch mit der Hand am Arm gestartet und gestoppt. Ergebnisse? Kriegt man oben live angesagt (ich hab leider nicht zugehört).
Der Bad Wildbader Stäffeleslauf ist der Auftakt des Calwer Berglauf Cups. Entlang der Sommerbergbahn (das ist die Bahn auf den Sommerberg, nicht die Bergbahn, die im Sommer fährt) führen 1.987 Stufen über schlappe 750 Meter Länge und 300 Höhenmeter von der Talstation bis zur Bergstation. Die maximale Steigung beträgt 52%, wobei es mir eigentlich überall gleich steil vorkommt.
Die Geschichte ist schnell erzählt: Zuerst starten die Kinder über ein Teilstück von knapp 600 Stufen, wie die Erwachsenen im Doppelstart mit je 30 Sekunden Abstand. Die Prinzessin entschwindet als kleiner roter Punkt am Horizont. Der Rückweg erfolgt mit der Bahn. Gleichzeitig fährt die zweite Bahn mit “Begleitpersonen” und Sporttaschen nach oben. Danach sind die Männer dran, und dann erst die Frauen. Mir gelingt das absolute Meisterstückchen, Martins Sporttasche auch mit in die Bahn zu stellen. Da sind allerdings noch die Klamotten drin, die er zum Lauf anziehen wollte *autsch*. Bis ich es merke, ist nix mehr zu machen. Aber Martin schlägt eh erst auf, nachdem alle Männer bereits gestartet sind. Er könnte zwar noch mit den Damen laufen, aber in Rennradschuhen ist das jetzt auch nicht so ganz praktisch.
Martin nimmt’s gelassen, der ist Schlimmeres von mir gewohnt. Marita ist zum Zuschauen gekommen und lehnt die Startnummernübernahme von Martin dankend ab. Günter kennt die Strecke schon und ist nach Radebeul eh durch nix mehr aus der Ruhe zu bringen, Klaus versucht es mal mit Warmlaufen, während ich mir schonmal überlege, wie oft es mich unterwegs wohl reinhaut
Regina muss heute leider zuschauen
, dafür versucht Andreas, die Ehre der Familie zu verteidigen. Vor dem Start fängt es an aus Kübeln zu regnen, hört dann aber zum Glück erstmal wieder auf. Die Stimmung ist nett in der Talstation.
Wie ist so ein Lauf? Die Schnellen hüpfen die Treppen scheinbar locker hoch, zumindest soweit man sehen kann. Von unten kann man nämlich nur bis zur zweiten Brücke sehen, also vielleicht knapp die Hälfte der Strecke. Gelaufen wird bis zum Horizont – heute ist Himmelfahrt, da erscheint mir das doch sehr passend. Die übrigen Teilnehmer gehen meist schon nach einem kurzen Stück. Schnelles Gehen muss gelernt sein, und so nehme ich die Einheit für den K78 gerne mit.
Hatte ich noch Angst, ob ich die Stufen ohne Brille problemlos schaffe, so stelle ich bald fest, dass die Gleichförmigkeit mir eher entgegen kommt. Allerdings sind mir die Stufen etwas zu flach, aber zwei-auf-einmal ist dann wieder zu hoch. So recht entscheiden kann ich mich erst im oberen Teil. Unterwegs wechselt der Fahrbahnbelag: zuerst kommen Gittertreppen, dann im Wechsel rote und graue Steinstufen, zwischendrin auch wieder Gitter. Auch die Breite der Treppen variiert. Hier warnen Schilder vor “Engpässen”. Alle 100 Treppen seht ein Kilometerschild.
Ich habe keine große Lust, mich maximal zu quälen. Da kommt mir die Ausrede gerade recht, dass ich ein Tempo üben muss, das sich auch über längere Distanzen durchhalten ließe. Nebenher filme ich und mache ein bißchen Blödsinn mit den Zuschauern. So macht das Spaß
Pünktlich bei den letzten 500 Stufen kommt der nächste Regenguss, das hätt jetzt wegen mir nicht sein müssen. Obenraus wird die Sache ohnehin etwas zäh, vor allem die letzten 100 Stufen haben es dann doch schon in sich. Zielsprint? Kannst vergessen. Da können Marita, Regina, die Prinzessin, Klaus und Günni anfeuern soviel sie wollen.
zurück geht’s mit der Bahn. Man hätt auch eine Biker-Downhill-Strecke laufen können, aber nicht mal Klaus und Günter wollen das.
Fazit: Das hat total Spaß gemacht, könnte aber noch durch irgendeinen Ausscheidungsmodus mit einer zweiten Runde getoppt werden (ok, die dürfte ich dann eh ohnehin nicht mehr laufen). Für 4 EUR Startgebühr (2 EUR Kinder) gibt’s noch ein kleines Finishergeschenk dazu und im Ziel sogar Apfelschorrle. Die Stimmung ist prächtig und die Veranstaltung so übersichtlich, dass man auch keine Angst haben muss, sein Kind oder seine Tasche zu verlieren. Duschen kann man auch irgendwo, und die Siegerehrung findet im Rahmen einer kleinen Hocketse direkt an der Talstation statt. Ich fand’s rundherum prima. – Und noch vielen Dank an Klaus für’s Fahren
PS: da Regina dankenswerterweise meine Urkunde und meine Finisher-Sonnenliegematte abgeholt und Günni mitgegeben hat kann ich nun auch voll Stolz von meinem dritten Platz in der AK berichten. Ok, es waren nur 3. Mit meiner glanzvollen Zeit von 17:50 Minuten wurde ich vor-Vorletzte bei den Damen und von den Männern war sicher keiner noch langsamer. also uuuuuh – da muss ich bis zum nächsten Jahr noch an der Kampfmoral arbeiten und mir mehr Mühe geben…
Veröffentlicht unter run
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