Glaspalastlauf Sindelfingen – 12.2.2012

www.winterlaufserie-bb.de

Der dritte Lauf der Böblinger Winterlaufserie steht auf dem Plan, und bei den aktuellen Temperaturen hat eigentlich keiner so richtig Lust, auch hinzugehen. Was nun?

(Grafik: Veranstalter)


(Katis GPSies)

Aus jubilarischen Gründen hat sich der Veranstalter einen neutralisierten Start aus der Halle und einen Zieleinlauf direkt IN der Halle einfallen lassen. Sicher eine nette Idee, erspart ein bißchen Bibbern, aber was ist mit dem Garmin? Kriegt der in der Halle einen Satelliten und wer wird deshalb alles nervös? Mir isses relativ wurscht, beim Zehner geht es eh nur um’s Überleben ;-) 175 Höhenmeter hat das Ding dann auch noch.

Das Thermometer an meiner warmen Hauswand zeigt -14 Grad, wie bekloppt kann man eigentlich sein. Aber die anderen sind auch alle da:

Der Gero hat was g’lernt ;-) und heut wieder ordentliche Schuhe an

aber dafür scheint es Philipp wissen zu wollen:

Volker sagt, da g’hört er nich dazu

und Thommy hat Grippalen Defekt und muss zuschauen

Das Ambiente in der Halle ist recht nett und vor allem ists da echt schön warm, so dass man gar nicht recht raus will.

Die Sache mit dem neutralisierten Start ist auch bissle unübersichtlich, alldieweil nicht so recht klar ist, ab wo denn nun die Neutralisierung aufgehoben wird. Auch nach gefühlt einem Kilometer hat es um mich rum noch keiner eilig. Irgendwann starte ich dann halt mal die Uhr, wird schon passen.

Schon beim ersten Anstieg erkläre ich Robert zum Feindbild-des-Tages, hat der mich doch gestern zu einem nicht allzu langsamen 20-km-Läufchen verleitet, das ich jetzt ordentlich büßen muss. Bergauf geht da gar nix mehr, das war eigentlich klar, aber ich bin und bleibe ja in solchen Fällen Meister der Verdrängung. Norbert hat gesagt, nach km 5 geht’s bergab, dann kann man’s rollen lassen. Bis dahin muss ich überleben. Die Pace ist mir schon gleich total wurscht, ich schalte verzweifelt auf Kilometeranzeige um und lasse Fußlahme und Walker an mir vorüber ziehen. In meiner Polarausrüstung passe ich da optimal ins Bild. Wenigstens das Wetter ist schön, die Sonne strahlt, der Schnee glitzert und der Untergrund ist gut laufbar. Alles easy, hätte ich nur nicht sooo schwere Beine und wär ich nicht so verdammt müde :)

Naja. Jeder Lauf ist zu was gut, und so komme ich auf der zweiten Hälfte doch noch auf ein paar schneller gelaufene Kilometer und zum angepeilten Trainingsimpuls.

Positiv sehen musst Du das :) Die Uhr zeigt 56:41 als ich durchs Ziel laufe, aber ich hab keine Ahnung ob das brutto, netto, mit oder ohne Neutralisation ist. Ist auch eigentlich egal ;-)

Statistik:
10/21 W45, 49/89 Frauen, 325/415 gesamt.

Infrastruktur: alles bestens. Der Glaspalast bietet sich hervorragend als Epizentrum an, da ist genug Platz. Der Zieleinlauf in der Halle könnte wegen mir gern beibehalten werden, ist auch für die Zuschauer schön. Die Zielverpflegung war schon vor dem Start und zu den Kinderläufen aufgebaut und der vorab-Konsum eingeplant. Die Wasserstation mit warmem Zitronentee auf der Strecke wurde auf das Begegnungsstück bei km 2,5 vorverlegt und so beim Lauf 2x passiert, auch sehr luxuriös. Also alles optimal.

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show me yours

“Das Vermummungsverbot untersagt den Teilnehmern von Demonstrationen, ihr Gesicht zu verdecken oder Gegenstände mitzuführen, die dazu bestimmt sind, das Gesicht zu verdecken und damit die Feststellung der Identität zu verhindern, beispielsweise Sturmhauben. Ein Vermummungsverbot besteht unter anderem in Deutschland, Österreich und in einigen Kantonen der Schweiz.” Quelle: Wikipedia

und? wie seht IHR denn so aus zur Zeit? Fotos willkommen :) mailt sie mir :)

  der Gero hat das tatsächlich gemacht…

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Rodgau Ultramarathon – 28.1.2012

   (Grafik: Veranstalter)

www.rlt-rodgau.de

4:39, Marathondurchlauf mit 3:52 – kann ein Saisonauftakt besser sein? (ja ich hab den Schuss gehört)

Rodgau, das ist wie nach Hause kommen, auch wenn ich letztes Jahr zum ersten mal hier war. Das Wetter ist optimal. Zwar hässlich verhangen mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, aber so knapp über 0 Grad und windstill. Letztes Jahr hatten wir am Start -7 Grad und auf den ausgesetzten Passagen hat es ziemlich gepfiffen, das war schon anders. Die leichte Schneeschicht die am Start noch zu sehen ist, wird innerhalb der ersten 2 Runden zu Matsch zertrampelt. Wie überhaupt die ganze Strecke von Runde zu Runde matschiger und weicher wird. Vor allem die ganz schnellen Läufer sehen bald aus wie echte Erdferkel, die sind zum Teil bis zu den Haaren hinauf eingesaut. Unsereins schluft ja eher so dahin, trotzdem fühlen sich die kalten Schlammspritzer an den Waden und Oberschenkeln in den ersten Runden eklig an. Danach bildet die getrocknete Schlammschicht einen guten Schutz und sowieso hab ich dann bald ganz andere Sorgen.

   
(Quelle: go4it-foto.de)

Aber so weit sind wir noch nicht. Norbert findet uns einen guten Parkplatz für den Bus, genau zwischen Halle und Start. Bei der Startnummernausgabe ist es ziemlich voll und ich treffe René aus Frankfurt. “Angriff” steht ihm nicht wirklich auf die Stirn geschrieben heute, das kennen wir anders ;-)

(Bild von Joe)

Am Start sammeln sich viele bekannte Gesichter und die Üblichen Verdächtigen, aber da ist die Kamera schon mit der Jacke in eine Ecke der Waldhütte gepfeffert.

Am Start stehe ich mit Hannes. Die Moral ist gut, ich will wissen was geht. Das ist heute kein Trödel-Lauf, dazu bietet sich die Veranstaltung einfach nicht an, und zu sehen gibt es auch nix. Die Runde ist so gut wie flach, allerdings werden im ersten Teil ein paar Höhenmeter auf einer langgezogenen Geraden gemacht. Dafür gibt’s aber auch einen leicht abschüssigen Zieleinlauf, den wir ja immerhin 10x laufen dürfen. Dieses Teilstück mag ich am liebsten, aber auch die ganze Strecke ist ok und für mich abwechslungsreich genug. Hinten am Wendepunkt ist wieder 70er-Disco ;-)


(Fotos: Runner’s World)

Zu Anfang der 3. Runde kommt der Führungsläufer vorbei. Es ist ein bißchen skurril, denn es ist nicht nur derselbe wie im letzten Jahr, sondern er trägt auch immer noch dieselben Klamotten, war er womöglich das ganze Jahr hier unterwegs? Dieser Evgenii Glyva ist groß, irre dünn und irre schnell, aber der Laufstil inspiriert mich gar nicht. Letztes Jahr musste er bei km 46 aus dem Rennen, sicher nicht freiwillig. Dieses Jahr packt er es und läuft mit 3:02 einen neuen Streckenrekord. Was für ein Hype. Bei der Siegerehrung lächelt er bescheiden. 6 Minuten hinter ihm kommt Wataru Iito mit seiner gräuslichen Mütze ins Ziel, so groß wie ich, läuft wie ein Tornado und absolut rund, einfach wunderbar. Bei seinem Zieleinlauf komme ich gerade mit 3:09 durch meinen km 35 und er grinst beim Schlussspurt so entspannt, als hätt er sich grad ein großes Eis gekauft.

Aber so weit sind wir noch nicht. Es läuft sich gut und bei km 15 rum beschließe ich, dass die 4:48 vom letzten Jahr doch wieder drin sein könnten. Sub 5 hieß eigentlich das erklärte Ziel, die Form stimmt soweit, aber mir fehlen eigentlich noch ein paar lange Läufe. Zwischenzeiten aus dem letzten Jahr hab ich keine mehr im Kopf. Bei km 20 komme ich bei 1:46 durch, das ist doch echt ziemlich ok. Jetzt muss ich theoretisch nur noch einen 6er-Schnitt bis ins Ziel halten, im Moment laufe ich aber noch gut 5:20/5:25. Hoppla, da geht echt noch was…

Fotos von Jörg, der immer noch nicht wieder laufen darf, sondern ein Fan-Dasein fristen muss. Er trägt’s wie’s scheint mit Fassung.

Bei km 30 hab ich schon einen Vorsprung von fast 10 Minuten rausgelaufen, allerdings beginne ich jetzt bereits zu merken, dass 2 lange Läufe eben doch zu wenig waren. Die Standfestigkeit hintenraus fehlt. Die Riegel an der VP sind steinhart, die Alternativen sind mir suspekt und so verliere ich hier immer fast eine Minute. Die muss auf den nächsten 4 km wieder reingelaufen werden, doch es wird immer schwieriger. Steile Falten bilden sich auf meiner Stirn ;-)

Mir fällt schon seit einer Weile auf, dass es sehr voll ist auf der Strecke. Beim Überholen dann nicht die Schnelleren zu behindern ist gar nicht mehr so einfach. Da kommt auch schon der Günni vorbei, aber nicht ganz so schnell wie sonst. Nicole macht nur einen Trainingslauf, wird aber trotzdem Gesamt-Vierte. Norbert ist die erste Runde mit Birgit gelaufen und scheint es nicht eilig zu haben, denn er braucht bis Runde 6, bis er überhaupt mal zu mir aufläuft. Auch gut, dann muss er nachher schon nicht so lange warten ;-) Das Überrunden ist so eine Sache, gelegentlich komme ich mir doof vor, nur so im Vorbeirennen zu grüßen, aber was willst auch sonst machen. Meinen Gerhard hab ich überhaupt noch nicht gesehen, dafür taucht aber irgendwann seine Marianne auf und versichert mir, dass er vor mir läuft. Dieter und Eberhard laufen ihr Ding in aller Gelassenheit und haben auch hintenraus noch genügend Luft für einen Wortwechsel und den Austausch von Komplimenten. Alte Schule ;-)


(Fotos: Runner’s World)

Durch den Marathon komme ich mit 3:52, das sind saubere 8 Minuten schneller als im Vorjahr. I’m very pleased, allerdings die nächsten 8 Kilometer werfen jetzt doch ein ziemliches Problem auf. Ich könnte die relativ entspannt und gut noch im 6:30er Schnitt laufen, aber das wär schad um den schönen Vorsprung. Ein 6er-Schnitt muss es sein, doch der wird immer schwieriger. Und schwieriger. Und schwieriger.

hier sieht man’s, genau eine Stunde bleibt mir noch (Quelle: go4it-foto.de)

Bei km 47 taucht Armin wieder vor mir auf. Ihn kenne ich als 3:30 Pacer vom EBM, und er kann Marathon glaub ich unter 3:10. Er hat mir aber vorhin schon erklärt, dass er zu wenig trainiert und keinen so rechten Antrieb hat. Das ist jetzt mein Mann :) Er rafft sich netterweise und ziemlich selbstlos nochmal auf und zieht mich die letzten Kilometer unter die 6 Minuten. Allein hätt ich das nicht mehr hinbekommen, DANKE Armin :) Den letzen km laufen wir noch in 5:31 und schwupp, mit der Nettozeit reicht es noch zu einer Zielzeit von 4:39. Ich bin fertig wie ein Schnitzel, aber sowas von. Eine Zeit, die ich mir im Leben nicht zugetraut hätte.

(Quelle: Laufreport)

Hannes hat sich mit 4:55 auch um fast 10 Minuten verbessert und wie im letzten Jahr sind wir quasi mit gleichbleibendem Abstand hintereinander hergelaufen ohne uns zu sehen. Das hat was ;-) Norbert und Günni sind soweit zufrieden, derweil die arme Birgit von Krämpfen gebeutelt noch die letzten Runden zieht, damit die Mannschaftswertung nicht platzt (und weil Birgit sowieso nie im Leben freiwillig aufgeben würde *lach*).

Praktischerweise gibt es heute noch die Siegerehrung des DUV 6-Stunden-Laufcups, bei dem man mit 2 Starts in die Wertung gelangt. Dass ich daran teilgenommen und sogar den 6. Platz gemacht habe, wurde mir erst nach dem Lauf in Troisdorf von Frau Werwolf mitgeteilt. Als Siegprämie gibt es ein mit Veranstaltung, Platzierung und Name graviertes Woiza-Glas. Für die abonnierten Preisabräumer ist das eher Pillepalle und ein Staubfänger, aber ich freu mich da echt drüber ;-) hihi

Die passende Befüllung gibt es kurz darauf auch noch, denn Annette, Birgit und ich haben als Mädelsmannschaft den dritten Platz gerissen. Ich sag jetzt nicht von wievielen, ist doch nicht mein Problem, wenn die alle nicht durchlaufen ;-)

So. Insgesamt war das einfach wieder ein klasse Tag mit prima Reisebegleitung und Shuttle Service und vielen netten Leuten. Watt willste mehr…

Statistik:
Platz 235/554 gesamt, 24/118 Frauen, 8/27 W45

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Stuttgartlauf 2012 – Früher war halt doch alles besser :)

(Quelle: Veranstalter)

und DAS hier ist der Streckenplan für 2012 ! kein Fake :)

Na wenn das mal nicht die alte Originalstrecke ist ? *yeah*yeah*ya*ya*jippie*jippie*yeah* :)

Ob das nun Stuttgart 21 geschuldet ist oder auch nicht, I’m very pleased !

Auch der 10er mutiert zurück zum 7,5er.

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lesen statt laufen (24): Mario Vargas Llosa – Tante Julia und der Kunstschreiber

guckstdu hier bei Amazon

zum Glück habe ich hier nicht den Anspruch, vollständige Buchrezensionen abzuliefern. Diese wären nicht nur öde und zudem andernorts googelbar, sondern in dem Fall auch echt schwierig. Wo würde ich anfangen?

Wo verläuft denn nun der eigentliche Handlungsstrang? Es dauert ein paar Kapitel, bis man ihn gefunden hat. Und dann noch ein paar weitere bis man merkt, dass die eigentliche Handlung gar nicht mal soo interessant ist und mitnichten den ganzen Aufbau des Buchs ausmacht: Da ist der junge Ich-Erzähler, der als eine Art Nachrichtenredakteur arbeitet und gerne Schriftsteller werden möchte, der sich in seine Tante verliebt, und … – nein das wäre jetzt ungeschickt zu verraten, wie das ausgeht. Autobiographisch? Ja natürlich, wie hier nachzulesen ist.

Doch was sollen die eingestreuten Kurzgeschichten? Jedes zweite Kapitel beginnt mit neuen Protagonisten, wird erzählt bis zur Spitze eines Spannungsbogens und bricht dann mittendrin ab. Die Handlungen werden – vorerst – nicht wieder aufgenommen. Diese immense Darstellerzahl macht es quasi unmöglich den Überblick zu behalten. So wechseln die Kurzgeschichtenkapitel konsequent mit der Weitererzählung der Haupthandlung ab, was einigermaßen verwirrend ist.

Der Charme des Buchs besteht eindeutig in der Auflösung dieser seltsamen Anordnung. Sie zu erklären würde die Lesefreude und Spannung vorwegnehmen. – Doch damit nicht genug, im zweiten Teil beginnt dann noch ein zusätzliches Verwirrspiel, das dem Leser auf elegante Weise zuerst abstrakt erklärt wird … ganz in der Murakami-Tradition … bis Du beim Lesen auf einmal merkst, dass Du mittendrin bist im Chaos. DAS fand ich dann wirklich sehr amüsant und unterhaltsam. Warum man plötzlich nicht mehr konzentriert darauf achten muss, welche Person nun gerade welche Schandtat unternimmt und wie alle Stränge zusammenhängen, das erlest Ihr Euch am besten selbst. Wenn Ihr durchhaltet :)

Prädikat: Hat was !

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Dreikönigslauf Grafenau – 6.1.2012

www.winterlaufserie-bb.de  


(offizielles Höhenprofil, Veranstalter)

ja, da haben wir wieder einen davon, so einen rattenfiesen Zehner mit garstigem Höhenprofil. Reiner Masochismus.

Tina, Marlies, Gero, Günter, Horst, Niko, Philipp und Volker sehen das anders (ok, bei Tina bin ich nicht ganz sicher *gg*), die freuen sich richtig auf den Lauf. Ich seh’s eher so als willkommene Intervall-Einheit, denn was anderes wird es nicht werden. Am Start sind außer uns die üblichen Verdächtigen plus die schnelle Prominenz der näheren Umgebung, denn hier haben wir auch Lauf 2 der Böblinger Winterlaufserie. Birgit und Norbert laufen mit Tarnkappe, sehe sie nur in der Ergebnisliste. Fräulein Prinzessin startet zeitgleich über 5,8 km.

Organisiert ist alles prima, die Halle groß genug und schon geht’s los. Mit dem Startschuss geht irgendwas gehörig schief, der Streckensprecher muss ins Mikro lachen, es hat was. Irgendwie alles nicht so ernst hier – doch da vorne rennen sie schon wie verrückt. Bruttozeitnahme, mir auch egal, das reißt’s heut eh nimmer raus.

Tina hat das Profil gleich richtig interpretiert: “Start um 11 Uhr, Eingehen um 11 Uhr 8.” Und schon kommt der erste Anstieg. Verzweifelt suche ich nach Sichtschutz, ein menschliches Bedürfnis hemmt meine Kampfmoral, mir ist jede Ausrede recht, bloß da jetzt nicht so rennen müssen. Endlich – bei km 2 ein Holzstapel. Gerade will ich mich diskret dahinter niederlassen, da winkt mir Stephanus aus dem vorbeipflügenden Peloton. Ich vertrödle wertvolle Sekunden, die mich den Sieg kosten. Jetzt ist alles aus…

(Foto: Veranstalter)

Mir läuft es überhaupt nicht, ich bin müde und schlapp und dann dieses Rauf und Runter, Hü und Hott, was quäl ich mir da einen ab… Der Anstieg hinter km 5 wird durch ein Schild “noch 300 Meter bis zum Gipfel” eröffnet, und ich gehe ihn gleich mal. Haben die da eine Null vergessen vielleicht? Oben kommt auch gleich die Wasserstation, und da bin ich schon so gechillt, dass es noch für ein Schwätzchen mit dem Personal reicht. Langsamster Kilometer in 7:41 … auja.

(Foto: Veranstalter)

Jetzt geht’s bergab, hat Norbert mir schon erklärt, prima, endlich mal Spaß hier. Bloß wo ist die versprochene Trail-Einlage? Die Wege sind matschig, aber eben. Schnellster Kilometer mit 4:44, das heißt, das Gefälle ist leider auch nicht so arg lang. Wieso bin ich eigentlich schon so kaputt?

(Katis Garmin)

Bei km 8 hört man schon den Streckensprecher, das macht Hoffnung. Offensichtlich laufe ich schon im Delirium, denn den letzten Anstieg zwischen km 8 und 9 bekomm ich gar nicht mehr richtig mit. Der hinter 5 war viel viel schlimmer. Da kann eigentlich was nicht stimmen in dem Höhenprofil. Mein Garmin scheint offensichtlich das aufzuzeichnen was ich fühle, vergleicht mal… Tina sagt, es waren um die 170 Höhenmeter, kann stimmen. Nicole, Jochen und Michael kommen mir auf ihrer Strafrunde entgegen, die sind schon geduscht. Das ist so deprimierend: Egal wo ich laufe und wie sehr ich mich anstrenge, immer 2 km vor dem Ziel tänzeln die da entspannt herum, weil es ihnen schon langweilig ist :( *pf*

(Foto: Veranstalter)

Von oben seh ich Tina ins Ziel einlaufen, und dann ist die Pein auch gleich vorbei, die letzten Meter sind nochmal nett, denn auch der letzte Heuler (nicht dass jemand beleidigt ist, damit meine ich mich selbst) wird noch angefeuert und mit Namen anmoderiert. Den Sprecher freut’s, dass ich noch lachen kann. Das Fräulein Prinzessin erwartet mich schon im Zielkanal, 37:54 hat sie für ihre 5,8 km gebraucht. Ich kann stolze 55:54 vorweisen, na wenn das mal kein Jahresauftakt ist :) Da ist eindeutig noch Luft nach oben, man muss es positiv sehen. Erstaunlicherweise reicht das noch für Platz 5/19 in der W45 (Achtung neu!) und 40/79 Frauen gesamt.

Im Ziel ist es schnell kalt, es schneeregnet auch unromantisch auf uns herab und so fällt das Jägerlatein kurz aus. Auch die großen und kleinen Damen vom Fanclub möchten gern weiter. Schee wars trotzdem :)

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ASICS Gel Trail Lahar

nee ist klar, ich hab unbedingt neue Schuhe gebraucht. In den Wintermonaten lauf ich gerne stabilere und profilierte Schuhe, der Gel Trail Sensor (UVP ca. 159 EUR) hängt jedoch in beiden Modellvarianten wie ein Stein am Fuß und ist bretthart.

Der Gel Trail Lahar dagegen ist ein sehr leichter Trailschuh, verfügt aber dennoch über eine GTX-Ausstattung, die ihn für nasse und kalte Witterung qualifiziert. Er wird als “Einsteigermodell” beworben und lockt mit einem Preis um 100 EUR herum. Mir ist er schnäppchenmäßig für knapp 70 EUR begegnet.

Der Qualitätsunterschied macht sich in der Dämpfung und in der Innenausstattung bemerkbar. Auf Asphalt läuft er sich nicht so gut, dafür ist er ja aber auch nicht gemacht. Das Profil ist griffig, ich würde es aber nicht als Trail-Profil bezeichnen. Auf den ersten Blick erinnert die Sohle an den Gel Trail Attack, sie ist aber deutlich weniger ausgearbeitet.

Für mein Gefühl ist der Gel Trail Lahar ein feiner Schuh für zwischendurch, der sich sehr leicht trägt und sehr leicht zu laufen ist. Ein schöner Herbstschuh für Laub auf Waldwegen. Mir gefällt vor allem das niedrige Gewicht. Für gehobene Trailansprüche, großen Dreck und hartes Gelände ist er sicher nicht gemacht.

Der einzige Nachteil: In meiner Standardgröße 39,5 ist er mir eindeutig zu klein, hätte ihn in 40 gebraucht. Leider erst beim Einlaufen gemerkt. Hoffentlich wird ASICS jetzt nicht auch un-einheitlich in den Größen… Habt Ihr davon schon was bemerkt?

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