im Test: EPSON RUNSENSE SF-810

runsense-smal

zur Herstellerseite HIER entlang

Bezugsquelle
hier könnt Ihr die ESPSON SF-810 direkt bestellen: EPSON Runsense SF-810B

die letzten Wochen hatte ich das Vergnügen, die Epson RUNSENSE SF-810 testen zu dürfen. Das Fazit gleich vorneweg: Eine geniale Uhr mit ausgewogenem Preis-Leistungsverhältnis, die alle Anforderungen erfüllt, die ich persönlich an eine Laufuhr habe und darüber hinaus noch einige nette Features mehr bietet. Ich spreche gerne eine Kaufempfehlung aus.

der erste Eindruck zählt bei mir doppelt: look + feel

Die EPSON RUNSENSE SF-810 kommt in einer ansprechend minimalistischen Verpackung mit insgesamt wenig Müll. Geliefert werden Uhr, Ladestation und USB-Kabel sowie Kurzanleitungen in verschiedenen Sprachen. Für eine GPS-Uhr mit HR-Messung am Handgelenk ist sie klein und relativ flach. Die Optik ist sehr hochwertig und solide. Das Band ist weich und sehr angenehm und passt auch um sehr dünne Handgelenke, die Uhr sitzt einwandfrei. Eine flexible Biegung rechts und links am Beginn des Armbands bringt zusätzliche Passgenauigkeit, Skeptiker mögen hier aber auch eine Sollbruchstelle wittern (ich bin gespannt).

Plus: Die GPS-Funktion muss extra gestartet werden, d.h. die Akku-Laufzeit, die bei eingeschaltetem GPS mit bis zu satten 24 h angegeben ist, kann durch das Ausschalten verlängert werden. Optimal also, wenn’s mal wieder etwas länger dauert *hüstel*.

Eine automatische sleepmode-Funktion schont den Akku, wenn man die Uhr ablegt. Sie geht dann über lange Zeiträume in den standby-Modus – so lange, dass ich noch nicht herausgefunden habe, WIE lange genau. Die lange Akkulaufzeit bei ausgeschaltetem GPS macht die Uhr zu einem alltagstauglichen Begleiter, ich liebe sie und trage sie vom ersten Tag an wie eine normale Armbanduhr. Bei meinem normalen Mix aus Alltag und Laufen lade ich die Uhr nur so alle 5 – 7 Tage.

Intuitive Bedienung

Ich halte mich nicht gern lange mit Anleitungen auf, sondern mache lieber. Nach dem ersten Laden nehme ich die EPSON aus dem Ladegerät, und automatisch erscheint ein Setup-Menü. Mit den Tasten rechts oben und unten wähle ich die gewünschten Optionen, die Taste links unten erfüllt die ENTER-Funktion. Das hast Du schnell heraus.

Ruckzuck sind die Basisdaten wie die Sprache, die individuellen Parameter, aktuelles Datum und Datumsformat eingegeben. Nach der letzten Bestätigung beschäftigt sich die Uhr etliche Minuten mit „Time Adjust“, um dann „ERROR“ auszugeben. Ich drücke mal ENTER, und schon habe ich Uhrzeit und Datum auf dem Display. Allerdings eine falsche. Jetzt lese ich doch mal die Anleitung – in der steht dann auch, dass die Uhrzeit über GPS aktualisiert wird. Beim ersten Einrichten sollte man deshalb Empfang haben. Das lässt sich aber durch einen einzigen Knopfdruck im Freien nachholen.

START und STOPP ist auch klar, also kannst Du jetzt im Prinzip schon loslaufen. Hey das war einfach 🙂

Konfigurieren der Bildschirme

Die RUNSENSE SF-810 verfügt über 4 individuell einrichtbare Bildschirme, auf denen sich je nach Wunsch 1 – 3 Datenfelder unterbringen lassen. Wer z.B. aber nur 2 oder 3  Bildschirme benötigt, hat jedoch keine Möglichkeit, die überflüssigen abzuschalten. Da das Durchklicken in beide Richtungen möglich ist, sollte das aber kein Problem darstellen.

Zum Einrichten der Bildschirme hilft ein Blick in die beiliegende Kurzanleitung, dann ist der logische Aufbau der Uhr klar. Am Anfang verwähle ich mich ein paarmal, begreife es dann aber doch 😉  Ich richte mir meine 4 Bildschirme mit jeweils 2 Anzeigen ein, da bei 3 Anzeigen die oberen und die unteren Werte doch leider so klein sind, dass ich sie ohne Brille nicht mehr erkennen kann. Für Normalsichtige sollte das kein Problem sein, die Zahlen sind an sich groß genug. Bei der dualen Anzeige erscheint der obere Wert jeweils größer, und der untere ist für mich schon grenzwertig klein. Wer nicht gut sieht, muss zur Not eben mit 4 einzelnen Werten auskommen und sich den Rest hinterher in der Auswertung anschauen – damit fahre ich inzwischen gut. Die Displaynutzfläche hat einen Durchmesser von 2,8 Zentimetern, ich persönlich hätte nichts dagegen, wenn die Uhr insgesamt einfach größer wäre. Das Problem habe ich aber grundsätzlich bei allen Uhren :(, die EPSON RUNSENSE SF-810 liegt völlig im Normbereich.

Die Auswahlmöglichkeiten der Parameter sind vielfältig. Als erklärter Lap-Fetischist vermisse ich zuerst jedoch schmerzlich die Funktion „Last Lap“ – doch beim Einsatz zeigt sich, dass auch an sie gedacht ist: Nach jedem absolvierten „Lap“ (bei mir 1 km) erscheint für kurze Zeit ein vollflächiger und sehr gut ablesbarer Bildschirm mit dem aktuellen Messwert. 100 Punkte für die Lesbarkeit!

Eine ausführliche und sehr übersichtlich und gut gemachte Bedienungsanleitung auf 137 A4-Seiten lässt sich einfach herunterladen. Lohnt sich.

Pulsmessung am Handgelenk

Funktioniert unter bestimmten Bedingungen einwandfrei und sehr komfortabel, aber leider nicht immer. Außerhalb des Sportbetriebs kann die HR-Funktion ebenfalls separat zugeschaltet werden, so dass man auch gut sehen kann, wenn einem im Alltag so richtig der Puls hochgeht 🙂

Den Hardcore-Test besteht die Pulsmessung leider nicht so ganz — dies wird im User Manual aber bereits beschrieben: bei kühlem und regnerischem Wetter soll man die Uhr unter einer Jacke oder einem langen Ärmel verstecken, wird dort empfohlen. Ich laufe die Schönbuch-Trophy bei 8 Grad und Dauerregen im Kurzarmshirt und verzeichne einen etwa 50%igen Messwerteausfall. Die Pulswerte werden eben nur von Zeit zu Zeit erfasst, die dann angegebenen Werte erscheinen mir aber korrekt. Das heißt: Wenn man auf den Pulswert schaut und etwas angezeigt wird, dann stimmt das auch. Nur wird eben nicht ständig etwas angezeigt. — Den zweiten Test mache ich eine Woche später beim Madrid Marathon, 25 Grad und Sonne satt, hier habe ich etwa 1/3 bis 1/4 Messwertausfall. Ich vermute, dass die Messung nicht funktioniert, wenn es zwischen Uhr und Haut nass wird – u.a. Stichwort Schwammbecken.. und bei 25 Grad wird einem ja doch schön warm, auch unter der Uhr ;-). Recht gute Ergebnisse bei der Pulsmessung erziele ich bei angenehmen Temperaturen und entspannten Trainingsläufen, wenn weder Regen, Kälte oder Hitze die Messung stören. — Also: Für Fetischisten der Pulsmessung nicht unbedingt die allererste Wahl. Mich persönlich stört es jedoch nicht.

GPS-Messung

Funktioniert absolut zuverlässig und findet die Satelliten relativ schnell. Über den integrierten Schrittmesser findet eine Längenmessung auch in Funklöchern statt. In der Praxis: Läufst Du durch einen längeren Tunnel oder finsteren Wald, so bekommst Du in der Auswertung trotzdem die zurückgelegte Streckenlänge angezeigt.

Datenupload mit RUNSENSE View

Hier erwartet uns der klassische Standard mit hohem Komfort, nach allem, was ich bislang so kenne. Programm herunterladen + installieren, Konto einrichten, konfiguierern, und fertig – geht einfach. Daten hochladen und in allen Einzelheiten analysieren, ich habe alles, was ich brauche. Mit der zugehörigen Smartphone App sind die Ergebnisse auch mobil griffbereit. Zudem kann aus RUNSENSE View in verschiedene Kanäle geteilt werden.

Die Oberfläche des RUNSENSE View ist optisch sehr schön und übersichtlich gestaltet und das Programm ist denkbar einfach zu bedienen. Die Grafiken sind sehr ansprechend und ich finde alles, was ich brauche. Die Auswertung beantwortet alle Fragen. Sehr gut gemacht.

Die Option, beim Upload der Daten auswählen zu können, ob sie auf der Uhr verbleiben sollen oder nicht. Das Löschen direkt an der Uhr ist einfach, aber leider etwas aufwändig, da jede eigene Aktivität einzeln gelöscht werden muss. Hier vermisse ich zuerst die „Delete all“-Funktion und fürchte, dass mir der Speicher irgendwann vollläuft. Das ist aber gar nicht der Fall, denn sobald der wirklich riesige Speicher voll ist, werden die ältesten Daten automatisch gelöscht. Also auch sehr bequem im Vergleich zu älteren Standards.

Weitere Features

Tap Funktion: Bei der Konfiguration der Uhr lässt sich einstellen, ob die Bedienung klassisch über die Bedienknöpfe oder etwas schicker durch Tippen und Wischen stattfinden soll. Ich hab’s lieber klassisch, die andere Variante funktioniert aber auch.

Verschiedene Sportarten – Neben Laufen lässt sich auch Walking oder Cycling einstellen. Zum Schwimmen sind keine extra Funktionen vorgesehen, wie z.B. Schlagzahlmessung o.Ä. – also keine Triathlonuhr.

Intervallfunktion – funktioniert ebenfalls sehr gut und bietet die Möglichkeit für sehr individuelle Einstellungen.

Integrierter Schrittzähler – ebenfalls zuverlässig Messung. Lässt sich ohne GPS-Modus ganz einfach auf die individuelle Schrittlänge programmieren.

Auto Pause – kann einfach zu- oder abgeschaltet werden.

Training innerhalb verschiedener Belastungszonen – diese werden individuell errechnet und eingestellt, während der Messung sind sie in Form gefüllter oder leerer Punkte auf der Uhr abzulesen.

Trainingsziele: Zur Motivation können verschiedene Trainingsziele in RUNSENSE View hinterlegt werden, nach dem Datenupload werden Fortschritt und Differenz angezeigt.

Bezugsquelle
hier könnt Ihr die ESPSON SF-810 direkt bestellen: EPSON Runsense SF-810B

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter run veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s