Albmarathon – 24.10.2015

www.albmarathon.de

jo-1hier sieht man mich auf dem letzten Kilometer 🙂 Eigentlich sagt das Bild doch alles, und ich könnte mir den Bericht sparen?

vielen Dank für die Fotos an Conny, Jörg, Hans- Jürgen, Andy, Teddy und Jochen 🙂

Albmarathon zum Dritten, eigentlich wär ich ja auch gern in Frankfurt oder mit dem Greppi beim Zeittunnel-Marathon, aber man kann nicht alles haben. Und auf der Alb, da gibt’s schließlich koi Sünd.  (so und hier hat mich leider mal wieder der Texteditor total im Stich gelassen)

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Das Wetter ist prächtig, da hol ich gleich die kurze Hose nochmal raus. Der Start um 10 Uhr ist auch sehr menschenfreundlich, vor allem weil es nach Gmünd eine Stunde Fahrt und die Parkplatzsituation dort – hüstel – speziell ist. In der Halle die üblichen Verdächtigen und jeder kennt jeden. Man könnte eigentlich grad mal wieder sitzen bleiben 🙂

Die ersten Kilometer rollen gut, ich bin schnell, es läuft von selbst, und auch die ersten Anstiege gehen alle noch gut. Wellig zieht es sich übers Land, viele Streckenabschnitte sind mir vertraut, andere gar nicht. Schon vor dem Hohenstaufen sind Wolfgang und ich uns sicher, dass wir ein Stück neue Strecke gelaufen sind. Es gibt ein paar Änderungen.

Das Feld ist dicht, aber nicht eng. 5:52 und 5:54 sind meine Zeiten aus den früheren Jahren, ich will auf jeden Fall unter 6 Stunden bleiben. Etwas zwischen 5:40 und 5:50 erscheint mir nach dem Urmensch Ultra schon machbar. Der Untergrund ist meiner: Waldautobahnen, Waldwege und Asphalt. Trääl kommt erst am Stuifen.

Der Hohenstaufen wurde in den letzten Jahren offensichtlich aufgeschüttet und ist jetzt sehr viel höher und vor allem steiler als früher – meine Waden brennen und ich kann gar nimmer so richtig schauen, wer mir schon alles entgegen kommt. Oben würd ich mich gern hinsetzen und ins Land schauen. Das Wetter ist ganz prächtig, und man sieht weit. Doch es geht weiter, in Richtung Hohenrechberg.

Schon auf dem Weg dahin merke ich, dass ich verdammt müde bin. Wow hat der Anstieg eben reingeknallt… Viele Gehpassagen sind jetzt dabei. Vom Rechberg kommen schon die 25-km-Läufer und die Staffelläufer fröhlich herunterspaziert, diejenigen, die nicht den Bus nehmen.

Der Kreuzgang ist mörderisch – ok, das war er schon immer, daran kann ich mich noch erinnern. Mamma…. Oben stehen 2:48 auf der Uhr, und ich bin enttäuscht. 2012 hatte ich hier 2:50 und ich meine doch, mich sehr viel mehr angestrengt zu haben? So genau weiß ich es aber auch nimmer. Sabine, die ich von Anfang an immer wieder getroffen habe, wünscht mir noch eine gute zweite Hälfte, sie hat fertig.

Abwärts geht es. Bei km 26 wartet der Bus, und ich hab schon so viel Pudding in den Beinen, dass ich am liebsten einsteigen würde. Aber nicht bei dem Wetter !!! Jetzt ist es Zeit, mal über die Renntaktik nachzudenken.

„Volles Rohr“ wie eigentlich geplant lässt sich nicht mehr durchhalten, aber so richtig loslassen und in den PEACE MODE umschalten mag ich auch nicht. Also eben einfach weiter, so gut es halt geht.

Bis zum Stuifen ist es nicht mehr weit. Martin hat schon nen Krampf, berappelt sich zum Glück aber wieder – wir kennen uns von 2012.

Hier wartet eine recht komplizierte Streckenführung, an einem Wegpunkt kommt man 3x vorbei. Aber die Helfer sind aufmerksam und so gibt es keine Fragen. Zuerst eine kleinere Schleife auf den Stuifen hinauf und wieder hinunter. Der Weg wird schmal und es liegen Ameisenknochen herum. Der eigentliche Anstieg ist gar nicht mal so lang, aber senkrecht und ausgetreten. Ich angle mir einen Mitläufer, der sich unterhalten möchte. Unglaublich, was die älteren Herren immer für eine Kondition haben *seufz*….

Meine Waden brennen wie die Hölle. Abwärts geht es auf einem netten Waldweg, und dann wieder über die Felder hinaus. Ich bin tot. Mausetot. Bei mir geht gar nix mehr.

Bei km 30 kommt die nächste VP, diesmal auf beiden Seiten des Weges aufgebaut. Das Angebot ist gut, zumindest dort wo ich etwas brauche, gibt es auch was. Sebastian kommt grad aus der Schleife zurück und ich kann ihn fragen, bei welchem Kilometer er ist. 35, sagt er.

Dieser Streckenabschnitt ist glaube ich weitgehend identisch zu den Vorjahren, nur die VP war früher nicht an diesem Punkt. Es geht minimal bergauf, und so sehen die entgegenkommenden schnelleren Läufer doppelt locker aus. Einfach nicht hinschauen. Hinten in der Schleife ist der Aufstieg zur Reiterleskapelle und der ist so sacksteil, dass ich mich am Handlauf hochziehe. Den anderen geht es aber auch nicht besser. Oben habe ich den Kopf unterm Arm, so wie der Reiter. Zurück zur VP, dort geht nach KLaus mit Hans-Peter gerade der Axel in die Runde. Er ruft noch was von 16 Uhr – das hab ich mir inzwischen aber längst abgeschminkt.

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Die nächsten Kilometer geht es irgendwie am Stuifen entlang oder um den Stuifen herum, oder was weiß ich, jedenfalls enden wir dann an diesem Knotenpunkt. Hier kommen gerade Gise und Conny aus der ersten Schleife, ein paarhundert Meter weiter hinten treffe ich Jörg.

Immer wieder dieselben Mitläufer, inzwischen kennt man sich. Es geht ein Stück bergab durch sehr Ländliches, die nächste VP an einem Bauernhof, und weiter. Es zieht sich, und bei km 40 kommt wieder ein verdammt zäher und langer Anstieg. Ich mag echt nicht mehr… Es sieht aus wie im Allgäu… Ich kann mir nicht mehr vorstellen, noch bei Tageslicht das Ziel zu erreichen. Schlecht iss mir irgendwie auch.

conny-1Endlich, bei km 43 biegen wir ein in mein Lieblingsstück auf dem alten Bahndamm, das niemand außer mir leiden kann. Hier rollt es mir endlich wieder, die durchschossenen Waden brauch ich nicht mehr und kann einen gleichmäßigen Trott finden. Das passt jetzt, 5 km Einsammeln und die letzten 2 km schlurfe ich dann einfach mit Tunnelblick durch die Stadt.

Mit 5:49,34 (trotz Nettozeitmessung 30 Sekunden mehr als die eigene Stoppung?) falle ich über die Zielmatte, wo sich Andy grad fürs Zielfoto in Pose schmeißt. Zum Glück gibt es hier ein anständiges Erdinger und kein klebriges Limettengebräu 😉 Wir sitzen dann noch lang. Sehr lang 🙂

andy

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6 Antworten zu Albmarathon – 24.10.2015

  1. Schauläufer schreibt:

    Jetzt hast du mir einen „Schrecken“ eingejagt. 4:49, sorry da musste ich nachschauen und erleichtert feststellen, das es ein Stündle mehr war;-) Finde ich immer noch aller Ehren wert und mach mich trotzdem neidisch. Ehrlich. Derzeit sind meine Trainingskilometer weit weg davon solche Streckenlängen locker wegzuputzen. Werde hoffentlich bald auch mal wieder einen schönen längeren Landschaftslauf machen können. Erst mal werde ich mich mit Schwoiga begnügen müssen und mich zwangsweise versuchen mit den beiden Runden-Anstiegen anzufreunden (hechel, ächz, stöhn, jaul)

    Grüsse Klaus

    • Kati schreibt:

      oh *peinlich* das war wieder eine Freud’sche Fehlleistung 🙂 habs gleich korrigiert … 🙂 danke fürs Uffpassa ! Wir sehn uns in Schwoigra ! frei mi !!!

  2. Sigrid schreibt:

    Gratliere zum erfolgreichen Bezwingen der Kaiserberge.
    Mir kommen so viele Gesichter auf deinen Fotos bekannt vor. War der Teddy mal beim Schaichtalmarathon und hat sich anschließend vor Erschöpfung auf die Ladefläche im Kombi geschmissen? Und jetzt Schwäbisch Gmünd gepackt? Da geht die Leistungskurve steil bergauf, junger Kerle halt.
    Und Andy, ist das der, der in Lichtenwald einen Freistart gewonnen hat?
    Deine Berichte mit den vielen Fotos sind immer wie ein Bilderbuch für mich, da meine ich immer, ich wäre dabeigewesen. Vielen Dank!!!

    • katiscaps schreibt:

      hach was für ein schönes Kompliment, vielen Dank 🙂 ja, mit dem Andy hast Du Recht, ihn habe ich damals in Lichtenwald kennengelernt. Aber mit dem Teddy liegst Du wahrscheinlich daneben, zwar kann ich mir vorstellen, wie er sich auf Ladeflächen wirft, aber von einem Anstieg der Leistungskurve…. wäre mir nix bekannt – der ist schon immer unverwüstlich 🙂 und so oll sind wir noch nicht, dass er neben uns ein „junger Kerle“ wäre 🙂 🙂

  3. Sigrid schreibt:

    Noch 8 Wochen, dann bin ich in der W60- gegen mich sind alle „junge Kerle“ 🙂

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