EBM Papst Marathon – 13.9.2015

www.ebmpapst-marathon.de

thomasDieser wirklich absolut tolle Lauf findet viel zu wenig Beachtung !! Ok, wer kennt schon Niedernhall (und was soll ich’n da…) … ich schrub es schon an anderer Stelle. Leute, geht da doch mal hin, es lohnt sich. Es gibt alles, und die Orga ist vom Feinsten.

Zum 20. Jubiläum gibt es sogar den ganzen Marathonstart für lau. Man stelle sich das vor: die ersten 200 Anmelder bekommen den Start geschenkt. Das ist kein Aprilscherz, auch wenn die Einladung am 1.4. im Briefkasten ist – und ich natürlich sofort melde, nachdem Axel mich informiert hat, denn der hat die Broschüre im Unterschied zu mir auch gelesen ;-). Und Tatsache, das funktioniert, denn statt der üblichen ca 140 Finisher stehen heute 205 Marathonisten in der Ergebnisliste. Dem Lauf tut es gut, und auch der verstärkte Duo-Marathon wirkt sich eher positiv aus. Platz ist jedenfalls genug, und hintenraus ist man jetzt nimmer ganz so allein.

Am Start die üblichen Verdächtigen (ich ergänze dann noch die, die ich jetzt gleich vergessen haben werde): Birgit, Norbert, DoppelAxel, Gerhard, Daniel, Andrea, Gise, Matze, Chris, Ulrich, Klaus-Peter, Sascha, Marlies, Klaus und Micha, der einen Trainingslauf bis 27 macht. Im Duo-Marathon Michael und Thomas (danke fürs Titelbild) 😉 und Rolf auf der zweiten Hälfte. Anja und Martin aus meinem Verein sind in Lichtgeschwindigkeit auf dem HM unterwegs. Herr Neumann wird vermisst, aber gut unterrichtete Quellen wissen ihn auf der Jungfrau rumturnen – ein Schelm, wer… undsoweiter.

Es ist wärmer als die letzten Tage, aber nicht ganz so schön wie gestern. Um 8:30 Uhr im Singlet zu starten und nicht zu frieren, das wird jetzt leider nicht mehr allzu oft vorkommen. Es droht ein richtig warmer Tag zu werden. Erwähnte ich eigentlich schon, wie toll ich diesen Sommer fand? Doch dann zieht es bald zu, wird schwül, und ein gelegentlicher leichter Nieselregen kommt gelegen (Verzeihung, es drängt mich heute offensiv zu dichten).

Ich will unter 4:10 laufen, das konnte ich im Knast schließlich schon. Aber schon bei km 3 ist klar: Des wird heut nix ! Ich bin müde, schweinemüde, und meine Beine sind wie Blei. Und es ist noch so verdammt viel Marathon übrig. Dieses Berlin hängt einfach noch drin – zwar kommt die Bleiern-ness in Wellen, aber man kann halt nie vorher wissen, was heute für ein Tag ist. Kein guter jedenfalls.

andreaSchnitte kann ich gar keine halten, erst als ich mich irgendwo um 5:35 eingependelt habe, ist wieder Sauerstoff fürs Redezentrum übrig. Na gut, dann ist es halt so. Die ersten 10 km wollen gar nicht vergehen, doch dann kommt das tolle Begegnungsstück, das ich so mag. Die mehrere Mann starke Spitze kommt gerade herausgeschossen, danach kommt ganz lange nix. Und dann kommen sie alle, die Schnelleren bis zur Wende, die Langsameren danach. Ich finde Begegnungsstrecken ja immer toll, Birgit übrigens auch.

Zurück auf der Strecke, werden wir vom HM geschluckt. Hier wird gerade so 5er-Schnitt gerannt und man reicht mich nach hinten durch bis zu Meinesgleichen. Ab km 15 gehen schon auffallend viele. Es ist schwer ok und die Stimmung ist gut. Trotzdem ist es schwierig, als Marathonist plötzlich in einem fremden Halbmarathon mitzutraben. Ich habe 6 km mehr auf dem Tacho und wenn die im Ziel sind, darf ich noch 15. Da musst Du einfach ganz anders laufen und tust es auch.  Die Halbmarathonisten interessieren sich nicht die Bohne für die versprengten Marathonläufer, dazu ist zuviel Trubel, und mir ist es Recht.

Ich genieße den Zieldurchlauf bei km 27, wie immer ist für uns – die Marathon-Elite, Gottes Geschenk an den Alibisportler-Plebs und an Sportfotografen, die Bilder von erschöpften Gestalten brauchen – ein Korridor abgesperrt. Nici feuert mich an und ist sicher neidisch, dass sie noch nicht wieder laufen kann 😉 Von der anderen Seite läuft gerade der Marathondritte ein. 2:37. Ich bin schon auf Marathonkurs deutlich über 4 Stunden.

12003882_898221790246529_1417766950121370142_nDahinter an der VP steht einer der sagt, dass er jetzt rausgeht. So wenig ich auch auf die nächsten 15 km scharf bin, aber das ist jetzt nicht mein Thema. Ich trabe weiter und gebe mir noch Mühe. Debiles Grinsen für den Fotografen, Danke Micha 🙂

Drei Kilometer später kommt mir Chris entgegen, au wei, das wird ganz ganz knapp mit den 3 Stunden. Aber Chris ist toll, anstatt sich den Wolf zu ärgern und uns mit Analysen, Selbstzerfleischung und Ausreden zu langweilen, postet er später ein lustiges Bild mit Matze und freut sich über seinen 7. Gesamtrang in 3:01. — Leute, SO muss das sein 😉

Rolf kommt mir pfeilschnell entgegen und ist als Duo-Läufer auch noch frisch. Und dann kommt einer nach dem anderen. Nur Norbert fehlt. Er ist nur ein kurzes Stück vor mir, so dass wir hintereinander die Schleife am Ende der Strecke durchlaufen und uns nicht auf dem Begegnungsstück treffen. Aber bis dahin zieht es sich mal wieder wie Kaugummi. Ich motiviere mich bis km 32 (10 gehen immer) und dann bis 35 (der Rückweg ist einfacher), und dann lasse ich es noch ein bißchen rollen.

birgitKeine Ahnung ob ich nochmal schneller werde, aber es fühlt sich auf jeden Fall besser an. Zuviel Cola gluckert freudig durch mein Gedärm – jetzt bloß keinen Mist mehr machen.

.

birgit2Mit 4:14,01 rolle ich gemächlich durchs Ziel und direkt zum Bierstand. Was solls. Dafür, dass ich mich wie ein nasser Waschlappen gefühlt hab, ist die Zeit sogar noch ganz ok. Wenn ich mich jetzt noch entscheiden könnte, ob mein Freund aus Schmiden Thomas oder Matthias heißt, würde ich auch schreiben, dass ich mich über unser Treffen und seine Anfeuerung im Ziel total gefreut habe. Spatzenhirn ist einfach scheiße 😦

Fazit: es gibt noch was zu tun *road to Kandel
(das war jetzt auch kein Spaßlauf, sondern ein absolut notwendiger Lauf zur Standortbestimmung)

zieleinlauf

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2 Antworten zu EBM Papst Marathon – 13.9.2015

  1. Matthias schreibt:

    Der Freund aus Schmiden heißt Matthias und hat den Bericht über den Mauerlauf mit extremer Hochachtung gelesen. Respekt, Respekt!!

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