Südpfalzlauf Rülzheim – 25.5.2015

www.lgruelzheim.de

erdingerlauf_banner1bei der Online-Anmeldung sollst Du angeben, Dein wievielter Start in Rülzheim das ist – ich gebe mal „5“ an. Den Überblick hab ich längst nicht mehr. Mit dem Start im letzten Herbst sind es auf jeden Fall 5 bereits Gelaufene, es können aber auch mehr sein. Durch die Austragung an Pfingsten und im September komme ich ziemlich durcheinander – ist aber auch egal – was müssen die da auch so komplexe Sachen wissen wollen?

Ich freu mich auf jeden Fall. Rülzheim ist einer meiner vielen Lieblingsläufe. Von hier stammt meine HM-Bestzeit mit 1:42, gelaufen 2010. Das ist leistungsmäßig so weit weg, dass ich mir das heute nicht mal mehr vorstellen kann. Da die Formkurve aber so langsam doch wieder ansteigt, will ich heute versuchen, unter 1:55 zu laufen, wenn’s geht deutlich. Alles über 2 Stunden wäre saupeinlich.

_T1R0001In der Halle ist es bombelvoll, vor dem 10er-Counter bildet sich eine chaotische Schlange, am HM ist es leer. Ich stehe tatsächlich schon in der Meldeliste und meine Startnummer ist vorbereitet, obwohl ich erst gestern Abend auf den letzten Drücker gemeldet habe. 10 EUR für einen HM mit 5 Wasserstationen und sehr guter Organisation ist mehr als geschenkt. In Rülzheim läuft’s 🙂 das trage ich mittlerweile auf verschiedenen Shirts. Mal sehen, ob’s bei mir gleich auch läuft.

Am Start treffe ich Ilo und Biggi, während Bettina sich schon auf dem 10er vergnügt, sonst sehe ich nur wenige bekannte Gesichter. Heute ist es noch nicht zu warm zum Laufen, es bleiben also nur wenige Ausreden. Die Runde über den Parkplatz reißt es auch nicht raus, und dann entzerrt sich das Feld relativ schnell, es wird auch sehr diszipliniert gelaufen. Ist ja auch keine Party-Strecke.

Ich finde einigermaßen in meinen Tritt, bin dann aber schon bei km 5 schlapp. Nicht weil ich zu schnell losgerannt bin, sondern weil ich müde bin. Die Beine wären wohl ganz ok und ich laufe auch nicht unrund, aber die Tiefenmüdigkeit lässt grüßen. Ein anstrengender Trainingslauf am Mittwoch und vor allem der zügige 25er auf der Night-52-Strecke vorgestern hängen mir noch bleiern in den Knochen. Was ja an sich ganz gut ist, denn dann waren das ordentliche Trainingsläufe, die auch was genützt haben.

Durch km 10 komme ich mit etwa 55 Minuten – das würde ja noch reichen für unter 2 Stunden, allerdings japse ich doch schon ganz schön. Bei km 12 zieht es mir dann mal wieder den Stecker, wie so oft. Den kurzfristigen Hungerast kriege ich wieder in den Griff, aber die Luft ist raus. Zwar kann ich immer noch unter die 2 Stunden laufen, habe aber absolut keine Motivation, die Uhr im Blick zu behalten und irgendwelchen Zahlen hinterherzurennen. Bäh.

Also zwinge ich mich, bis km 15 zumindest ein Tempo zu laufen, das man noch unter „zügigem Trainingslauf“ verbuchen könnte. So dass es eben noch was bringt. Doch ab dann kann ich mich zu gar nix mehr motivieren und jogge die Sache nur noch zuende. Quälen ist heute nicht angesagt. Der PEACE-mode dominiert, und ich genieße die Sonne (jetzt ists doch schon ganz schön warm) und den Wald. Wer überholen will, soll gern vorbei – auch wenn’s teilweise echt a weng am Ego kratzt, wer mich da so alles stehen lässt.

So geht das, bis zwischen km 18 und 19 der Edwin auf mich aufläuft und gleich irgendwas Nettes zu mir sagt – sonst schwätzt hier schon lang keiner mehr. Ein kurzer Seitenblick zeigt: Der ist gut – erfahren und kontrolliert. Wir laufen zwar nicht mehr auf sub 2, er hat aber eine ganz andere läuferische Klasse als die sonstigen Überholer. Während mir die Zielzeit inzwischen schon sowas von egal ist, hat Edwin sich unverkrampft seine Restwürde bewahrt und meint, unter 2:05 wäre aber schon noch ganz ok. Die Uhr sagt, es geht. Wir geben Gas. Plötzlich geht es nämlich doch wieder – ach nee.

Auf den nächsten 2 Kilometern machen wir uns nicht gerade Freunde 😉 denn mal ehrlich, wer will kurz vor dem Ziel und auf den Felgen noch von Leuten überrollt werden, die offensichtlich kein Pardon kennen und auch noch Luft zum Reden haben. Uns macht’s Spaß, und die 2 km gehen schnell vorbei. Mit 2:02 rollen wir am VanMan vorbei, so schnell, dass der unsere Nummern nicht lesen kann. Biggi ist eine sensationelle 1:47 gerannt und hat noch jemanden versägt, den wir nicht leiden können 😉 und Ilo sehe ich leider auch nur noch von weitem, sie war auch ordentlich schnell.

Solche Begegnungen sind es, die einen verkorksten Lauf dann doch wieder rausreißen 🙂 Danke Edwin, wir sehn uns in Kleinkarlbach. spätestens.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter run veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s