Ultraschneckens Plain Vanilla III – 28.12.2014

greppi-7Weil der ERSTE so schön war, organisieren Conny und Jörg eine Fortsetzung für uns. Und weil’s bei ihnen ja bekanntlich gern etwas mehr sein darf, gibt es sogar gleich einen Doppeldecker: Am Samstag und am Sonntag soll um und über die Limburg gerannt werden, was das Zeug hält. Endlich komm ich mal auf die Limburg !!! 4 Runden mit insgesamt 45 km und 1.200 Höhenmetern pro Tag sind geplant. Für sowas bin ich zu schwach. Deshalb melde ich mich nur für den Sonntag an.

greppi-3Anja und Charly fallen leider kurzfristig aus, und so begibt es sich, dass am Samstagabend der Greppi in seinem Bayern vor dem Rechner hockt und auf die Bilder des Tages wartet, während ich mir auch schon Sorgen mache, ob die Expeditionen wohl wieder heil vom Berg sind. Facebook bleibt kahl. Und dabei wollen wir doch ganz genau wissen, wie hoch der Schnee ist !! Bei uns hat es den ganzen Tag geschneit, und wie sowas dann auf der Alb aussieht, dazu braucht man nicht viel Fantasie. Dass es dort kalt ist und immer Wind geht, ist eine Gratis Zugabe. Greppi empfiehlt mir das Mitführen von Stecken, ich ihm eine Mütze, wir fachsimpeln über das korrekte Profil. Er will sogar einen Rucksack mit Proviant mitnehmen, falls wir eingeschneit werden. Es ist schon sehr sehr sehr befremdlich, dass Conny so überhaupt keine Bilder auf Facebook postet. Da kann was nicht stimmen.

greppi-4Der Schweinehund meldet sich lautstark – er möchte auf dem Sofa bleiben und sowieso ist morgen Sonntag und damit Ruhetag und überhaupt. Bei so einem Wetter jagt man keine Sau und keinen Hund vor die Tür, meint er. Aber Kneifen gilt nicht.

conny-1 conny-2 conny-3 conny-4 conny-5strecke greppi-9 greppi-8  greppi-6(danke an Greppi und Conny für die Fotos)

In Finsternis und dichtem Schneegestöber fahre ich nach Weilheim und frage mich kurz, ob sowas wirklich sein muss. Ob ich mich wirklich dazu überwinden kann, 4 Runden mit 12 km zu laufen? Aber ist ja eigentlich auch egal, 2 oder 3 Runden tun es auch, und ich freu mich auf den Greppi und den Axel, und der Gerhard freut sich auf meine Kekse 🙂

Richtig froh bin ich dann aber, als Conny verkündet, dass wir heute nicht über die Limburg, sondern um die Limburg herum laufen. Und zwar in 8 Runden von 5,5 Kilometern. Die Verpflegung ist im Inneren der Kelter, dort ist es auch ein bißchen wärmer als draußen. Kurze Runden sind heute irgendwie besser für die Moral.

Die ersten 4 laufen Greppi und ich zusammen, eigentlich ist es gar nicht SO kalt, so knapp unter Null vielleicht, und auch der Schneefall ist nicht so übel. Axel läuft knapp vor uns und weigert sich standhaft, sich uns anzuschließen, dafür läuft Armin gern in unserer Nähe. Allein wäre heute wirklich doof. Eigentlich ist es richtig entspannt, und das Tempo passt mir gut.

Nach der 4. Runde steigt Greppi aus, weil er letzte Woche noch ziemlich kraaak war, und man ja nix verzwingen muss. Schade zwar, aber finde ich auch besser so.

Inzwischen werden die Standzeiten an der VP länger 🙂 Jörg hat das Läuferbuffet fest unter Kontrolle und schnibbelt schon den Kartoffelsalat. Allzu lange darfst hier aber nicht stehen bleiben, denn draußen wird es inzwischen empfindlich kalt. Die nächsten 2 Runden laufe ich mit Armin. Die Temperaturen fallen spürbar, dafür pfeift es am offenen Feld jetzt aber schon ein bißchen mehr. Überrundungen finden nur selten statt, man ist doch recht auf sich allein gestellt.

Nach Runde 6 haben wir Axel eingefangen und jetzt muss er mit mir laufen 🙂 Wir ziehen ein bißchen an, weil wir die 6 Stunden im Blick haben. Allerdings ist die Laufspur jetzt schon gut festgefroren und vereist, und wir mögen uns nicht abrackern. Zeit ist hier eh unwichtig. KLaus, Bernd und Begleitung treffen wir jetzt auch immer wieder. Der Gerhard mault, dass wir ihn überrundet haben.

Nach Runde 8 haben wir 46 km und 6:02 auf der Uhr und es ist jetzt genau richtig um aufzuhören. Draußen ist es unwirtlich, aber die vermeintliche Wärme in der Kelter ist leider auch relativ. Nach einer tollen Massage im beheizten Nebenraum ist mir schnatterkalt. Außerdem will ich schnell nach Hause, wer weiß, was auf der Autobahn nachher noch stattfindet. Udo hat Mitleid und kratzt mir mein Auto frei, denn mit Crocs im Schnee ists auch nicht so der Brüller.

Alles in allem: es war wirklich schee. Schee kalt 🙂 Ein anstrengender Lauf, der vor Rodgau noch etwas das Gewissen beruhigt. Aber absolut machbar. Ich schätze mal, die Runden am ersten Tag bei RICHTIG schlechtem Wetter und mehrfach auf die Limburg hinauf, die hätte ich wohl nicht durchgezogen 🙂

Danke Conny, Danke Jörg !!

10898247_10203439848337081_970831321093262999_nund eine tolle Medaille gab’s auch noch. (das Bild hab ich mir mal ungefragt beim Armin geliehen, aus Faulheit so…)

greppi-2

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter run veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Ultraschneckens Plain Vanilla III – 28.12.2014

  1. Theo schreibt:

    Sieht so aus, als könne man sich bei solchen Bedingungen schön die Haxen brechen! Ich glaube der 31. Jan.2015 sieht mich auf der Couch, wenn so ein Wetter sein sollte: manchmal hat der Schweinehund auch recht!
    Dir, liebe Kati, auf diesem Wege alles Liebe und Gute für 2015, nicht nur beim Laufen.
    Viele Grüße Theo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s