Südpfalzlauf Rülzheim – 6.9.2014

www.lgruelzheim.de

„Kannst Du wirklich SO SCHLECHT laufen?“ – ja, ich kann.

25 Rülzheim feiert seinen 40. und ich freue mich so sehr, dass ich endlich mal wieder hin kann. Und ich fahre rechtzeitig los, denn Rülzheim liegt 4 km hinter Bellheim.

Hannes, Biggi und einige Feuerbacher sind da, vor allem Dani, sonst glaube ich fast nur Einheimische. Von dem Dialekt kann ich gar nicht genug kriegen. Gabi ist auch da, Peter fotografiert, sie läuft.

Diesmal gibt es 25 km statt dem sonst üblichen HM, was mir gut gefällt, auch wenn ich sonst ja nicht so gern was Neues… undsoweiter. War es zuhause noch angenehm mit 17 Grad, so haben wir laut Orga am Start um 15:30 sauber 28 Grad im Schatten, es ist schwül. Nach Wochen der Kälte und des Regens eine herbe Umstellung, aber was freu ich mich über die paar Sonnenstrahlen.

v1Ich möchte meine Marathonform testen und möglichst schnell laufen. Unter 2:15 sollten schon drin sein, alles unter 2:10 wäre formidabel, aber ist schon nicht allzu realistisch. Also renne ich los als gäbe es kein Morgen. Aber schon bei km 3 ist „kein Morgen“ irgendwie Geschichte. In den nächsten Kilometern pendle ich mich auf einen sehr schlecht und ungleichmäßig gelaufenen 5:20er-Schnitt ein. Ich laufe wie ein Anfänger. Habe einen netten Mitläufer von aus MuLi, der stark und gleichmäßig läuft und das sicher bis ins  Ziel halten kann. Ich weiß jetzt schon, dass das bei mir nix wird.

 

an-2Bei km 12,5 eine Runde Zieldurchlauf, und eigentlich hätt ich bereits ordentlich genug. Hinter dem Ziel sitzt Annette – sie ist die 5 km gelaufen und ruht sich von ihrem gelungenen Spreewaldlauf mit über 300 Kilometern aus. Danach breche ich ein. Nichts geht mehr. Meinen Laufpartner hab ich an der Wasserstation ziehen lassen. Bis km 20 zwinge ich mich noch zu einer einigermaßen zügigen Laufgeschwindigkeit, kann aber schon nicht mehr richtig angestrengt laufen. Irgendeine Schweinerei in der Wade meldet sich, keine Ahnung ob es ein Krampf oder eine Zerrung ist, aber es nervt. Ich warte auf Biggi und Hannes, die müssten mich jetzt längst eingeholt haben. Wahrscheinlich wird es hinter km 20 wieder besser gehen, auf dem Heimweg. Die letzten 5 gehen immer.

an-3

locker sähe irgendwie anders aus…

Doch Pfeifendeckel. Alles an mir ist steif und schmerzt, sowas kenne ich sonst eigentlich gar nicht? Die Moral ist völlig am Boden. Ich fühle mich, als sei dies der längste Lauf meines Lebens. Jetzt grummelt auch noch was im Gedärm. Auf dem kurzen Begegnungsstück sind Hannes und Biggi knapp hinter mir. Km 21 und ich kann überhaupt nicht mehr. Ich bin tot, mausetot. Als Biggi und Hannes bei km 23 aufschließen, kann ich genau noch 100 Meter bei ihnen mitlaufen, dann nehmen sie mir bis ins  Ziel noch 2 Minuten ab. Am liebsten möchte ich Gehpausen machen, schäme mich aber zu sehr. Mit 2:25 komme ich ins Ziel geschlichen und bin fertig wie ein Schnitzel.

Biggi und Hannes sagen, dass es ihnen auch schwer gefallen ist. Dani auch. Gabi bringt mir ein Eis 🙂 sie hat es richtig gemacht und ist auf der Hälfte raus. Hannes bringt mir Apfelschnitze und Tee – ich habs gut 🙂 Das war nicht mein Lauf heute. Von einem Marathon auch nur unter 4 Stunden bin ich so weit entfernt wie schon lange nicht mehr. an-1 an-4

Schade. Aber letztenendes doch nur eine Luxusproblematik.

Annette hat schon wieder ein paar neue Ideen für die nächsten Schandtaten 🙂 und vielen Dank für die Fotos 🙂

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4 Antworten zu Südpfalzlauf Rülzheim – 6.9.2014

  1. Theo schreibt:

    Nicht entmutigen lassen, Kati! Du wirst es vllt nicht hören wollen, schon gar nicht von mir, aber nach meiner Einschätzung ist das der Tribut, den Dein Körper für Berlin leisten muss. Beim nächsten mal läuft es wieder besser, wirst sehen! LG Theo

  2. Dani schreibt:

    hej meine liebe Kati, ich gucke erst jetzt rein in Deinen tollen Bericht …. und kann mich mal wieder „kringeln“ darüber, wie toll Du das beschreibst. Genau so war das !!!. Auch wenn ich schon von jeher finde, Rülzheim geht eigentlich nur bergab, war es in der Tat ein harter Brocken dieses Jahr. Das war sicher das ungewohnt schöne Wetter und die für uns so „heissen“ Temperaturen. Und dafür haben wir uns wacker geschlagen, es war ein tolles Erlebnis, vor allem weil wir mal wieder zusammen einen Lauf bestritten haben und das in unserer geliebten Südpfalz. Die alten Kämpfer halt, Du, Hannes, Biggi, die Feuerbacher – das ist einfach so schön. 🙂

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