Zabergäulauf, Dinosaurier Challenge – 27.4.2013

www.zabergäulauf.de

dino      Strecke

höhe   ja… das ist der Lauf mit der 27%-Steigung ….

ausschreibungMit 6 Grad, Dauerregen und Wind erwartet und heute bestes Novemberwetter und der krasseste Gegensatz zum letzten Jahr, den man sich wohl vorstellen kann. 33 Grad hatten wir damals am Start. Werde ich den Lauf noch wiedererkennen, der mir so gut gefallen hat? Das Bild kam in die diesjährige Ausschreibung 🙂

DSCN6697 DSCN6694 DSCN6693Hannes lotst mich über die Dörfer, ich glaub er traut dem Navi nicht. Wir treffen noch Biggi nebst Gatten und Heike. Grit ist schon auf der 5-km-Strecke unterwegs. Sie muss sich heute schonen und läuft drum den 5er und den 10er im Schlurftempo. Heißt soviel wie: Deutlich schneller als ich je könnte.

Wieder gibt es ein Säckchen Zwiebeln und ein Kilo Kartoffeln, dazu noch einen kleinen Plastik-Dino. very sweet. Ich quäle mich mit der Wahl der geeigneten Kopfbedeckung. Auch das Ensinger-Outfit kann ich nicht anziehen, zu kalt. Es hilft alles nix, wir müssen in die Startaufstellung, es geht los. Dieses Jahr keine Aufwärmgymnastik (macht nix) und keine Blaskapelle (sehr schade).

.

Schon nach ein paarhundert Metern ist mir klar, dass es dumm war, an den Start zu gehen. Die Bronchien brennen, die Lunge rasselt, ich krieg keine Luft, dafür verstärkt sich der Hustenreiz. Im Joggingtempo geht es – der Frank würd jetzt sagen „Muhaha-Pace“. Was mach ich jetzt? Bei km 5 an der Weiche mit den 10ern mitlaufen? Ist auch blöd, dann muss ich hinterher so ewig warten. Also möglichst locker durchlaufen. Voll blöd in einem Wettkampf, zumal meine Beine und mein Kopf heute lieber rennen wollen wie bekloppt.

Schon die erste kleinere Steigung muss ich röchelnd gehen. Trotzdem biege ich an der Weiche nicht auf den 10er ab. Hinein in den Hammeranstieg. Na schön, den wandere ich eben entsprechend meiner Möglichkeiten. Hannes und Biggi kommen vorbei und haben einen guten Stechschritt drauf. Der Weg ist ein waschechter Träääl und voll nass und rutschig. Oben wieder die Runde über den Dino-Lehrpfad. Echt nett hier.

An den Wasserstationen – in Klammer sehr zahlreich – gibt es heute leider nur lommeliges Wasser mit ein bißchen Kohlensäure. ENSINGER Medium. Für mich gibt es ja nix Schlimmeres, als in einem kalten, regnerischen Lauf dann auch noch kaltes Wasser trinken zu müssen. Vor allem mit ENSINGER als Getränkesponsor, grad von ENSINGER gibt es doch so prima Sportgetränke, und ich weiß ja aus erster Hand, dass ENSINGER die bei Läufen auch sehr großzügig ausgibt. Aber hier wird wahrscheinlich derselbe Fehler gemacht wie bei unserem eigenen Lauf, da bestimmt wahrscheinlich „irgendwer“, dass es „so gemacht wird wie immer“ und dass „die Läufer das doch gar nicht wollen“. Bei uns bekam ich sogar zur Krönung mal die Antwort, es hätte noch nie ein Läufer nach was anderem gefragt. Nee iss klar…

Während mich solch essentielle Gedanken quälen, bin ich schon auf dem Flachstück, dem sich eine längere bergab-Etappe anschließt. Ich möcht so gern schneller, aber meine Lunge gibt es nicht her und ich stelle auch fest, dass mir die Kraft fehlt. Restvernunft setzt ein und bremst mich. Herzmuskelentzündung durch Überlastung bei verschleppter Erkältung, ohne jetzt ein Hypochonder sein zu wollen, aber vor solchen Dingen hab ich einen sinnvollen Respekt, und mit meinem Herzfehlerchen muss ich eh etwas besser auf mich aufpassen. Naja, bergab kann ich es ja sauen lassen, das funktioniert auch mit flacher Atmung und ohne Geröchel. Nicht dass die anderen noch denken, der Dino sei hinter ihnen her.

Der Lauf macht auch bei miesem Wetter Spaß. Es gibt eine hohe Streckenpostendichte, die Jungs sind gut gecastet und haben ein Moderatorentraining durchlaufen, alle paar Kilometer sind Feuerwehr und DRK im Einsatz. An einem Anstieg schreit der Streckenposten „Auf jetzt! Du bist nicht zum WANDERN hier!“ 🙂 Im Unterschied zum letzten Jahr vergeht der Lauf sehr schnell. Ich finde ein Level, auf dem ich atmen kann ohne allzu langsam laufen zu müssen, mich aber gleichzeitig auch nicht total fertig mache. Die Strecke ist abwechslungsreich, und der wechselnde Untergrund stellt bei Nässe seine eigenen Ansprüche. Der Parkplatz ist vorbildlich abgesperrt, geradezu idiotensicher, nicht mal ich kann mich mehr verfransen. Man hat wohl meinen Bericht gelesen *lach*. Am See liegen leider keine Nackerten.

Ein bißchen Auf und Ab durch die Landschaft, und schon sind wir da. Bei km 16 haben die Sanis einen ganzen Kasten Bier unter ihrem Zelt – das ist doch eindeutig zu viel für nur zwei. Habe Zeit für einen kurzen Stopp. Auf der Zielgeraden wetze ich noch ein Stück, damit es bei einer 1:45 bleibt. Trotz allem noch 10 Minuten schneller als im letzten Jahr. Hannes und Biggi sind längst da. Ganze 7 Minuten hat er mir abgenommen, sapperlott. Jetzt merk ich erst, wie elend ich mich tatsächlich fühle… Notiz an mich selbst: Husten ist wie Krankheit zu behandeln, in Zukunft Laufverbot.

DSCN6695Mit 1:45,38 bringe ich es grad noch so auf Platz 11/22 bei den Frauen und 68/94 in der Gesamtwertung. Schade dass diesen tollen Lauf nur so wenige nutzen.

Den Vogel abgeschossen hat die liebe Grit: Platz 1 im 5er und Platz 2 im 10er und das mit Zeiten, die nun wirklich nicht ihre sind. Tja. Wenn ich selber schon nicht schnell bin, dann sonn ich mich halt im Glanz der anderen. Auch gut. Herzlichen Glückwunsch 🙂

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter run veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Zabergäulauf, Dinosaurier Challenge – 27.4.2013

  1. Grit schreibt:

    … bin schon gespannt!! 😉
    LG, Grit

  2. Erich Wagner schreibt:

    Hallo Kati,
    hoffentlich geht es dir mittlerweile wieder besser. Wir möchten uns bei dir für die Werbekampagne für Zabergäu-Lauf und Dinosaurier Challenge bedanken. Auch unsere jungen Fußballer, die als Streckenposten im Einsatz waren, haben den Bericht mit Begeisterung gelesen.

    Stichwort „lommeliges Wasser“: Dieses Thema wird wir bei unserer Nachbesprechung am Mittwoch auf den Tisch kommen. Du sprichst mir aus der Seele…

    Und jetzt noch ein Tipp für dich: Du solltest deine eigene Leistung nicht unter den Scheffel stellen. Das war eine ganz starke Zeit – in Anbetracht deiner Verfassung.

    Pass auf dich auf und herzliche Grüße
    Erich Wagner
    vom Pfaffenhofener Orgateam

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s