lesen statt laufen (36) – Husch Josten: Fragen Sie nach Fritz

Husch

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Hier bei Amazon: Fragen Sie nach Fritz

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Kurzgeschichten … mag ich ja im allgemeinen gar nicht besonders. Sie erlauben dem Autor oft nicht, richtig gute Szenarien zu entwickeln. Meist enden sie vorhersehbar, platt und enttäuschend. Könnte aber auch daran liegen, dass dem Autor auch gar nichts einfällt, woraus er ein ganzes Buch machen könnte. So wie mir. Und weil viele Autoren von Kurzgeschichten einfach schrecklich bemüht schreiben. In meinem Kopf ist das rein subjektiv so verknüpft: Kurzgeschichte = kein guter Autor.

Hier endlich ein Gegenbeispiel 🙂 Frau Josten mit dem seltsamen Vornamen entwickelt spielerisch leicht, intelligent und ohne Selbstbeweihräucherung kleine, feine, erstaunliche Parallelwelten. Die Geschichten sind packend, obwohl eher unspektakulär. Die meisten werden nicht eindeutig aufgelöst und das Ende bleibt offen, auf Effekthascherei und „Humor“ wird zum Glück großzügig verzichtet. Die nur grob skizzierten, aber dennoch sehr eigenwilligen Charaktere geben Raum für mehr und könnten – so hoffe ich – auch dicke Romane ausfüllen.

Eine Autorin, von der ich definitiv gern mehr lesen möchte.

„Fragen Sie nach Fritz“ wäre das ideale Mitbringsel für den hochwertig-anspruchsvollen Damengeburtstag, nur der stolze Preis des Hardcovers schreckt mich da ein wenig ab.

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