Boston

ich möchte etwas zu Boston sagen, aber ich finde nicht die richtigen Worte. Vieles ist schon gesagt, Sinnvolles und weniger Sinnvolles. Am besten gefällt mir

der Artikel von Herrn Achilles.

Vor allem verstehe ich den vielfachen Aufschrei nicht. Mag das auch der erste Anschlag auf eine Laufveranstaltung gewesen sein, aber wirklich SO überraschend kam das nicht, oder? Man kann nicht wirklich ignoriert haben, welch ideale Plattform ein friedliches und unpolitisches Sportevent unter Beteiligung unzähliger Nationen und unschuldiger Menschen freundlichen Anliegens bietet. Ich fürchte mich schon lange davor, bei einer der großen Veranstaltungen in eine solche Situation zu geraten.

Gerade die Major 6 sind doch mit ihrer Publikumswirksamkeit geradezu prädestiniert dafür. Vielleicht eher New York und London anstatt Boston. Es könnte aber ebenso auch Hamburg, Frankfurt oder München treffen. Sollen wir uns einschüchtern lassen und nur noch beim Krottendorfer Stadtlauf antreten? Auf der Fahrt dahin könnten wir vom LKW überrollt werden, also besser doch gleich ganz zuhause bleiben…

Davon abgesehen: Solche Anschläge richten sich ja nicht wirklich gegen „den Läufer“ oder „die Läufer“ an sich. Es geht doch eher darum, eine Gesellschaft / eine Nation an einer ihrer empfindlichen Stelle zu treffen. Eine Machtdemonstration. Aus meiner Sicht völlig sinnlos.

Ich bin froh, dass ich gestern nicht in Boston war. Ich bin SEHR froh, dass Brigitte, Robert und Hans-Dieter da heil rausgekommen sind. Ich bin froh, dass ich nächsten Sonntag nicht für London oder Hamburg gemeldet bin. Und ich werde in der Startaufstellung von Frankfurt vielleicht Schiß oder ein ungutes Gefühl haben.

„Jetzt erst recht!“ ist eine Haltung die ich grundsätzlich befürworte. Aber das mache ich mit mir selbst aus, und muss es nicht so extrem nach außen tragen, wie es auf öffentlichen Plattformen grad zu sehen ist. Beileidsbekundungen an die Opfer auf Facebook, die diese nie erreichen werden – naja, möglicherweise auch eine Form der Bewältigung oder wenigstens der Auseinandersetzung. Ich möchts nicht werten, aber mein Weg ist es nicht.

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