Dreikönigslauf Grafenau – 6.1.2013

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Strecke höhe

Nicht gerade in bester Erinnerung hab ich diesen Lauf aus dem letzten Jahr.
Da kam ich nicht so recht in die Pötte, und die Moral wies auch wirklich ganz ganz starke Defizite auf, dieselben sich in einer Zielzeit von 55:54 visualisierten. Heute soll alles anders werden. Anja wird als mein personifiziertes schlechtes Gewissen dabei sein. Auf den 10er ist sie auf jeden Fall stärker als ich. Die Ziele sind also schnell definiert: Deutlich schneller sein als 2012, und weniger als eine Minute Rückstand auf Anja 😉 Ich denke so an eine 52er- oder 53er Zielzeit, die machbar sein müsste.

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Doch vor der Qual steht erstmal das übliche Veteranentreffen. Günni ist vom Krankenlager auferstanden, Birgit und Norbert haben schon den ersten Marathon im Kasten, Grit läuft sowieso vorne mit, Marlies und Klaus haben Verstärkung mitgebracht. Philipp und Gero lassen erstmal die Kleinen laufen und haben die ganze Familie dabei. Ich bin mit Anja, Ralf und Michael da. Viele bekannte Gesichter sind zu sehen, lokale Prominenz ist anwesend. Hier gewinnt man keinen Blumentopf 🙂

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Es hat windige 8 Grad, bei so einem Wetter könnten Menschen in meinem Alter eigentlich auch zuhause bleiben. Aber die Bedingungen für Januar sind super. Die letzten Tage hat es kaum geregnet. Gestern war auf Facebook sogar zu sehen, wie der Veranstalter noch die Blätter von der Strecke fegt und Löcher in den Wegen zusplittet. Das nenn ich Service. Man erwartet deshalb aber von uns auch, dass der Streckenrekord gebrochen wird. Nun, ich glaub danach ist mir heut nicht.

Es geht los und ich stehe zu weit hinten. Bruttozeitnahme, und die ersten 15 Sekunden verschenke ich schonmal bis zur Startlinie. Das muss man aushalten können. Die die vor mir sind, sind bestimmt alle schneller. Ein kurzes Stück bergab und schon geht es in die erste Steigung, die sich bis km 2 ziehen wird. Die Uhr zeigt nach 200 Metern einen Schnitt von 6:12 an, darauf lässt sich doch aufbauen *gg*.

Ja was soll ich sagen, der Lauf ist schwer. Das ständige Auf und Ab geht mordsmäßig in die Knochen, ist dafür aber ein super Training. Mir läuft es ganz gut, obwohl ich die Woche über schon ordentlich gelaufen bin. Bei km 2,5 taucht Anja vor mir auf. Sie ist hinter mir gestartet, wir haben aber beide nicht gemerkt, wann sie mich überholt hat. Das Feld hat sich schon gut auseinandergelaufen, die Stimmung ist auch ganz gut, man darf auch überholen. Anja und ich bleiben immer im selben Abstand, meistens ist sie vorne. Bergab bin ich besser, bergauf sie.

g-krehl-1Wir motivieren uns ein bißchen, ob es was nützt weiß ich nicht. Jeder läuft sein Ding. Da kommt wieder dieser schreckliche Anstieg, an den sie unten schon die Tafel „noch 200 Meter bis zum Gipfel“ hingestellt haben. Grausig. Der Kilometer haut mit 7:05 hinein, da ist aber auch noch eine Wasserstation mit drin. Ein paarhundert Meter weiter liegt jemand, der das Rennen bereits aufgegeben hat. (Bild geliehen bei G.Krehl)

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Der Rest ist ein Kampf ums Überleben. Zwischen km 7 und 8 geht mir der Sprit aus, aber zum Glück ist es nur ein kurzes Tief. In den letzten Abstieg vor dem Zielkanal gehe ich ganz kurz vor Anja, und dann gebe ich einfach nur noch Gas, weil es im Zielkanal wieder ein Stückchen aufwärts geht und ich sie nicht mehr vorbeilassen will. Mit einer Sekunde Vorsprung gelingt mir das 🙂 *ätsch*.

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Mit der Zielzeit von 52:22 bin ich super zufrieden, der Garmin gibt 186 Höhenmeter aus. Das passt. Das gibt Platz 6/22 in der W45. Birgit läuft ab diesem Jahr W50, da muss ich mich aber auch erstmal dran gewöhnen. (Foto: Veranstalter)

Kurzes Jägerlatein an der Zielverpflegung, die mit Wasser, Brühe, Tee und Obst für einen 10er sehr exquisit ist. Dann schnell nach Hause. Ich freu mich jetzt schon auf die warmen Läufe, wenn man hinterm Ziel noch so lange rumhängen kann, wie man will. Ich glaub 2013 wird wieder ein tolles Jahr 🙂

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Eine Antwort zu Dreikönigslauf Grafenau – 6.1.2013

  1. Philipp schreibt:

    oh ja, 2013 wird geil, besonders wenn Du weiterhin so tolle Zeiten raushaust – Glückwunsch!

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