Stäffeleslauf Bad Wildbad – 18.5.2012

www.tsv-wildbad.de

was für ein putziger kleiner Lauf 🙂 und sowas von nett gemacht, da muss ich nächstes Jahr wieder hin. Hier wird noch mit der Hand am Arm gestartet und gestoppt. Ergebnisse? Kriegt man oben live angesagt (ich hab leider nicht zugehört).

Der Bad Wildbader Stäffeleslauf ist der Auftakt des Calwer Berglauf Cups. Entlang der Sommerbergbahn (das ist die Bahn auf den Sommerberg, nicht die Bergbahn, die im Sommer fährt) führen 1.987 Stufen über schlappe 750 Meter Länge und 300 Höhenmeter von der Talstation bis zur Bergstation. Die maximale Steigung beträgt 52%, wobei es mir eigentlich überall gleich steil vorkommt.

(geklaut beim Holle)

Die Geschichte ist schnell erzählt: Zuerst starten die Kinder über ein Teilstück von knapp 600 Stufen, wie die Erwachsenen im Doppelstart mit je 30 Sekunden Abstand. Die Prinzessin entschwindet als kleiner roter Punkt am Horizont. Der Rückweg erfolgt mit der Bahn. Gleichzeitig fährt die zweite Bahn mit „Begleitpersonen“ und Sporttaschen nach oben. Danach sind die Männer dran, und dann erst die Frauen. Mir gelingt das absolute Meisterstückchen, Martins Sporttasche auch mit in die Bahn zu stellen. Da sind allerdings noch die Klamotten drin, die er zum Lauf anziehen wollte *autsch*. Bis ich es merke, ist nix mehr zu machen. Aber Martin schlägt eh erst auf, nachdem alle Männer bereits gestartet sind. Er könnte zwar noch mit den Damen laufen, aber in Rennradschuhen ist das jetzt auch nicht so ganz praktisch.

Martin nimmt’s gelassen, der ist Schlimmeres von mir gewohnt. Marita ist zum Zuschauen gekommen und lehnt die Startnummernübernahme von Martin dankend ab. Günter kennt die Strecke schon und ist nach Radebeul eh durch nix mehr aus der Ruhe zu bringen, Klaus versucht es mal mit Warmlaufen, während ich mir schonmal überlege, wie oft es mich unterwegs wohl reinhaut 🙂

Regina muss heute leider zuschauen 😦 , dafür versucht Andreas, die Ehre der Familie zu verteidigen. Vor dem Start fängt es an aus Kübeln zu regnen, hört dann aber zum Glück erstmal wieder auf. Die Stimmung ist nett in der Talstation.

Wie ist so ein Lauf? Die Schnellen hüpfen die Treppen scheinbar locker hoch, zumindest soweit man sehen kann. Von unten kann man nämlich nur bis zur zweiten Brücke sehen, also vielleicht knapp die Hälfte der Strecke. Gelaufen wird bis zum Horizont – heute ist Himmelfahrt, da erscheint mir das doch sehr passend. Die übrigen Teilnehmer gehen meist schon nach einem kurzen Stück. Schnelles Gehen muss gelernt sein, und so nehme ich die Einheit für den K78 gerne mit.

Hatte ich noch Angst, ob ich die Stufen ohne Brille problemlos schaffe, so stelle ich bald fest, dass die Gleichförmigkeit mir eher entgegen kommt. Allerdings sind mir die Stufen etwas zu flach, aber zwei-auf-einmal ist dann wieder zu hoch. So recht entscheiden kann ich mich erst im oberen Teil. Unterwegs wechselt der Fahrbahnbelag: zuerst kommen Gittertreppen, dann im Wechsel rote und graue Steinstufen, zwischendrin auch wieder Gitter. Auch die Breite der Treppen variiert. Hier warnen Schilder vor „Engpässen“. Alle 100 Treppen seht ein Kilometerschild.

Ich habe keine große Lust, mich maximal zu quälen. Da kommt mir die Ausrede gerade recht, dass ich ein Tempo üben muss, das sich auch über längere Distanzen durchhalten ließe. Nebenher filme ich und mache ein bißchen Blödsinn mit den Zuschauern. So macht das Spaß 🙂 Pünktlich bei den letzten 500 Stufen kommt der nächste Regenguss, das hätt jetzt wegen mir nicht sein müssen. Obenraus wird die Sache ohnehin etwas zäh, vor allem die letzten 100 Stufen haben es dann doch schon in sich. Zielsprint? Kannst vergessen. Da können Marita, Regina, die Prinzessin, Klaus und Günni anfeuern soviel sie wollen.

zurück geht’s mit der Bahn. Man hätt auch eine Biker-Downhill-Strecke laufen können, aber nicht mal Klaus und Günter wollen das.

Fazit: Das hat total Spaß gemacht, könnte aber noch durch irgendeinen Ausscheidungsmodus mit einer zweiten Runde getoppt werden (ok, die dürfte ich dann eh ohnehin nicht mehr laufen). Für 4 EUR Startgebühr (2 EUR Kinder) gibt’s noch ein kleines Finishergeschenk dazu und im Ziel sogar Apfelschorrle. Die Stimmung ist prächtig und die Veranstaltung so übersichtlich, dass man auch keine Angst haben muss, sein Kind oder seine Tasche zu verlieren. Duschen kann man auch irgendwo, und die Siegerehrung findet im Rahmen einer kleinen Hocketse direkt an der Talstation statt. Ich fand’s rundherum prima. – Und noch vielen Dank an Klaus für’s Fahren 🙂

PS: da Regina dankenswerterweise meine Urkunde und meine Finisher-Sonnenliegematte abgeholt und Günni mitgegeben hat kann ich nun auch voll Stolz von meinem dritten Platz in der AK berichten. Ok, es waren nur 3. Mit meiner glanzvollen Zeit von 17:50 Minuten wurde ich vor-Vorletzte bei den Damen und von den Männern war sicher keiner noch langsamer. also uuuuuh – da muss ich bis zum nächsten Jahr noch an der Kampfmoral arbeiten und mir mehr Mühe geben…

Hier geht’s zum Klaus-seim Bericht

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7 Antworten zu Stäffeleslauf Bad Wildbad – 18.5.2012

  1. derbolk schreibt:

    Hi Kati,

    da werde ich ja ganz wehmütig! Schöner Bericht, der Lust auf mehr macht, danke!

    Ich hoffe das ich es nächstes Jahr mal auf die Reihe bringe dort zu starten.

    Gruß Volker

  2. Beate Braun schreibt:

    Hallo Kathi,

    danke schön für das Lob.

    Uns hat es auch Spaß gemacht und solch positive Rückmeldungen spornt uns an die Veranstaltung weiterzuführen.

    Bis zum nächsten Jahr grüßt Dich
    Beate

  3. Philipp schreibt:

    Schade, dass Günter nur eine Konkurrenz hatte…na, evtl. im nächsten Jahr…
    Dir Glückwunsch zum Finish =)

  4. schauläufer schreibt:

    Hallole Kati,
    ich schmeiß mich weg. Treppenstufen soweit das Auge reicht. Und ein kleiner Junge der wohl noch seinen Enkeln erzählen wird wie er einen alten Sack gnadenlos eingesackt hat. Wenn ich die Bilder nochmal sehe. Ja das schreit nach Wiederholung. So als Vorbereitung für die Niesentreppe nächstes Jahr. Und mit Häuptling Silberlocke Günni hab ich auch noch ne Rechnung offen. 5 Sekunden, grrr. Das schreit nach Revanche, hihihhi.

    Grüssle Klaus

  5. schauläufer schreibt:

    Nee, nee Philipp,

    im dem Film siehst du wie ein blonder kleiner Junge an mir vorbeizischt und gut 1 Minute vor mir im Ziel ist. Und mich angrinst als ich völlig hyperventilierend oben ankomme. Den Namen muß sich die Treppenlaufszene wohl merken.

    Grüssle Klaus

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