lesen statt laufen (26): Mikael Niemi – Erschieß die Apfelsine

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nach dem Hartgekochten Wunderland brauche ich etwas Seichtes, Dünnes, Schnelles.
240 Seiten und ein schräger Titel wirken verlockend.

Nach den ersten Seiten glaube ich, einen Jugendroman für eine Teenie-Zielgruppe zu lesen. Ist aber witzig geschrieben und wenig platt, also lese ich weiter, auch in der Hoffnung auf die Erweiterung meines Wortschatzes in Richtung nachwachsender Pubertierender.

Nicht schlecht auch die Idee, im Putzkittel in die Schule zu gehen. Mir kommen da so einige Inspirationen, aber dazu später mehr…

Doch das liebenswerte Pickel-Revoluzzertum nimmt bald eine Wende, und schnell schrillen beim Leser sämtliche Alarme wie die Glocken der Hölle. Da braut sich was zusammen. Der inzwischen liebgewonnene jugendliche Nachwuchsrebell scheint nix zu merken und unter dem Trichter entsteht ein unheilvoller Sog.

So musste ich das Buch in einem Rutsch sofort zuende lesen und war froh, am Ende wieder ausgespuckt zu werden. Wow. Das ist in jedem Fall KEIN typischer Jugendroman mit naivem Trallala. Und sicher auch kein Buch, das man jedem Kind geben kann. Sowas lesen die also heute. Naja. Wir haben schließlich auch mit 12 „Im Westen nix Neues“ gelesen. Damals, in den Ardennen.

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