Aidlinger Cross-Festival – 31.7.2011

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eigentlich wollte ich da ja erst gar nicht hin, weil ich mir unter „Cross“ was ziemlich Dreckiges mit Hindernissen vorgestellt hab. Doch der Aidlinger Cross verdient viel eher den Namen „Aidlinger Cross light Berglauf“… Die 10 km werden in 2 fast identischen Runden durchlaufen, eine Runde hat laut Angaben des Veranstalters 100 Höhenmeter. Die verteilen sich aber so gemein wie nur möglich.

Philipp und Volker kommen zum Zuschauen und lassen ihre 4 frechen Mädels bei den Kinderläufen starten. Nachdem sie mir die Strecke gezeigt haben, bereue ich sofort,  nicht den Einsteigerlauf gemeldet zu haben. Aber ob 5 oder 10 macht auch nicht wirklich nen Unterschied, das hier wird mörderisch. Zum Glück ist heute wieder Novemberwetter.

Es geht los 🙂 Schon nach der ersten Kurve geht es in einen Anstieg, der zwar grad noch überschaubar steil, aber definitiv zu lang ist. Das zieht sich so bis Kilometer 2 oder 2,5 – wird jedoch im Verlauf etwas flacher. Trotzdem hängt mir bei km 2 schon der Hut auf Halbmast. Die Wege sind gut laufbar, zuerst noch Asphalt, dann kleinere Waldwege, zwischendurch geht’s auch über Trampelpfade durch Wiesen. Cross light eben 😉

Endlich geht es bergab. Zuerst ein ziemlich steiles Stück im Wald, doch hier kann ich’s noch gar nicht laufen lassen, weil alles noch so dicht aufeinander hängt. Ist ja lächerlich, jetzt da durch die Menge zu brechen, und am nächsten Anstieg überholen die mich eh alle wieder. Bergab ist aber trotzdem klasse. Das geht mal mehr mal weniger steil dann bis km 4,5 – und dann kommt eine echte Rampe, eine Wiese hinauf. So lang ist die gar nicht, vielleicht 300 Meter, aber tatsächlich fast senkrecht. Muss man schon aufpassen, dass man nicht hintenüber kippt 😉


(Foto: Philipp)

Gemeinerweise stehen hier die ganzen Zuschauer und weiden sich an unserer Qual. Volker und Philipp natürlich mittendrin, die amüsieren sich blendend. Ich muss gehen, andere rennen noch, aber nimmer lang, denn oben wird es noch steiler. Die 4 kleinen Damen feuern mich auch an wie wild, echt süß 🙂

Oben angekommen sind wir nur noch vielleicht 300 Meter vom Zielbogen entfernt, und eigentlich sollte ich jetzt wieder anfangen zu rennen. Der Puls ist irgendwo über den Wolken, trotz der „erholsamen Gehpause“. Das Anlaufen fällt schwer. Schnell nochmal anhalten und ein Wasser, und dann ab in die nächste Runde. Wasser gibt es übrigens auch bei km 2,5 – alles bestens.

Die zweite Runde geht schon etwas besser, obwohl der erste Anstieg inzwischen steiler und echt hoffnungslos lang geworden ist. Ich schleppe mich halt so dahin und seh die Durchschnittspace zwischen km 5 und km 7 von 5:14 auf 5:30 sinken. Inzwischen hat sich die Sache angenehm entzerrt, und bergab kann man es jetzt richtig laufen lassen. Die Leute um mich rum sind auch ok, keine Stöhner 😉

(Foto: Philipp)

Mir geht’s gut, bin jetzt warmgelaufen. Bei km 9,5 ist die Pace wieder bei 5:19, jetzt noch einmal die Rampe hoch, die Mädels rappen einen Sprechchor „Kati – Kati“ und diesmal ist es weniger schlimm, ich kann im oberen Drittel schon wieder rennen. Kerstin steht auch da, muss mich zusammenreißen. Das Ziel ruft 🙂 und ich möcht gern unter 55 bleiben.

Mit 54,35 schaffe ich eine für diesen Lauf (und nicht zu vernachlässigen eine Woche nach dem Marathon) sehr zufriedenstellende Zeit, die Platz 3/9 in der AK, Platz 29/64 Frauen und Platz 218/296 gesamt erbringt. Schnellster Kilometer mit 4:34, langsamster mit 6:33 – solche Läufe sind einfach GIFT, aber bestimmt ein gaaaanz tolles Training. Auffällig ist hier übrigens das im Durchschnitt eher junge Starterfeld mit vielen unglaublich starken Läufern. Die Siegerin bei den Frauen hab ich schon beim Einlaufen identifiziert, das war klar, die absolute Granate.

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8 Antworten zu Aidlinger Cross-Festival – 31.7.2011

  1. Stephanus schreibt:

    Ha, endlich darf ich einen Kommentar ablassen 😉
    Es hat sich in 9 Jahren nichts verändert. 2002 war es heiss und der Berg war schon genauso steil und das Beste war das „fachkundigen“ Publikum. Ich hab mir geschworen: ich lauf da erst wieder, wenn ich locker den Berg raufkomme — Bis jetzt hat es noch nicht geklappt, aber es kann ja noch werden :-))))))))))

  2. Stephanus schreibt:

    Ha, endlich darf ich einen Kommentar ablassen 😉
    Es hat sich in 9 Jahren nichts verändert. 2002 war es heiss und der Berg war schon genauso steil und das Beste war das „fachkundige“ Publikum. Ich hab mir geschworen: ich lauf da erst wieder, wenn ich locker den Berg raufkomme — Bis jetzt hat es noch nicht geklappt, aber es kann ja noch werden :-))))))))))

  3. Philipp schreibt:

    Glückwunsch Kati! Hat Spaß gemacht Dich anzufeuern und über ALLE anderen Läufer als „fachkundiges“ Publikum zu lästern 😉

    Was hast Du denn jetzte gewonnen?

    Grüßle

    Philipp

    • Kati schreibt:

      nächstesmal lästere ich dann, wenn Ihr lauft 🙂 Bis ich endlich drankam, war der Gabentisch schon mächtig abgegrast und nur noch Schnürsenkel und geschmackvolle rote Strickkappen übrig. Hab dann schnell das letzte beigefarbene Basecap gekrallt. Falls es mal wieder regnet…

  4. Volker schreibt:

    Da schließe ich mich Philipp an, haste prima gemacht! Bin gespannt was als nächstes kommt…….

    übrigens die Siegerin war keine geringere wie die erfolgreichste Wintertriathletin der Welt.

    LG Volker

  5. M. Ransbach schreibt:

    @Volker
    übrigens die Siegerin war keine geringere ALS die erfolgreichste Wintertriathletin der Welt.

    Klaus

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