im Test: der neue Fuel Belt Crush

Kurzurteil: kannst vergessen !

seit Jahren trage ich nun meine Getränkeflaschen lieber in der Hand und lästere über walkende Matronen mit Taliban-Ausstattung. Nun ergibt sich aber die Not einer Neuanschaffung des  xten „Trinkgürtels“ (schon allein diese Bezeichnung !!!), da bei manchen Läufen das Mitführen von Flüssigkeiten und vielfachen anderen Habseligkeiten Vorschrift ist.

ich bestelle also den Fuel  Belt Crush, Farbe KIWI GREEN für knapp 25 EUR. Bei eBay. Er wird dann auch nach schon 2 Wochen mit lapidarer Entschuldigung geliefert, nachdem ich dem Anbieter mit Sanktionen drohe. Vorsicht, diesen Händler gibt es auch bei Amazon.

die Farbe ist schonmal geil, so richtig giftiges neon-Froschgrün (wie kann man nur drauf kommen, sowas als KIWI zu bezeichnen???) – aber mir gefällt sowas 😉 Die Verarbeitung ist exzellent, darf man für 25 EUR und nicht viel dran ja wohl aber auch erwarten.

Die Abbildung ist übrigens irreführend, sie lässt das System größer erscheinen, da der Gurt auf einen Taillenumfang von ungefähr 55 cm eingestellt ist. Die Bänder sind stufenlos verstellbar und es gibt eine durchdachte Halterung, damit die Enden aufgeräumt sind. Dafür ist der Gurt aber nicht dehnbar, nur an zwei zu kleinen Stellen. Das taugt nix, das seh ich gleich. Starre Gurte halten nicht. Der harte Klettverschluß gefällt mir auch nicht, der macht bloß die Hosen kaputt.

Clever gemacht ist übrigens auch die Flaschenaufnahme, die man mit dem Sicherungsband oben verschließen kann. Wenn keine Flasche drin steckt, könnte man sie also zum Transport anderer Dinge nutzen. Hätte sie unten nicht diese völlig sinnfreien Öffnungen…

Die zu kleine Tasche hat noch eine Innentasche mit Reißverschluß und einen Sicherungshaken. Wenn ich den Gurt fest umschnalle, lässt sich die Tasche allerdings kaum noch öffnen. Das mag sich aber möglicherweise mit zunehmendem Bauchumfang relativieren, weil sie dann gerader anliegt. Übrigens wer sehr schlank ist, kann das Ding nicht in der Taille befestigen, da sich die Gurte nicht so weit zuziehen lassen.

Und versucht gar nicht erst, mit dem Konstrukt mit einer auch nur halbvollen Flasche zu laufen. Egal ob locker oder fest und in der Taille oder auf der Hüfte, das ganze System wackelt und hüpft unerträglich. Die Flasche fällt zwar dank Sicherungsband nicht aus der Aufnahme, das ist aber auch schon alles. Für Spaziergänge mag es taugen, aber wer schneller als 5 km/h laufen will, kann es vergessen. Ich hab es keine 100 Meter ausgehalten, obwohl ich mir vorher mantramäßig eingebleut habe Du-mußt-Dich-daran-gewöhnen-Du-mußt-Dich-daran-gewöhnen….

Achja, die Flasche: Zwar mit gutem Willen und einer großen Öffnung gemacht, damit sie sich gut reinigen lässt, aber sabbert leider trotz separater Dichtung, die beim Nachfüllen dann auch jedesmal rausfällt.

Das Ding wurde laut Herstellerangaben für den Triathlonsport entwickelt. nice joke.

Liebe Hersteller (so ganz allgemein): Lasst doch Euer Zeug vielleicht vorher von den Leuten testen, die es nachher  kaufen sollen. BEVOR Ihr damit in Serie geht. Dann wäre DAS HIER nicht passiert. Ich stehe gern zur Verfügung, auch konstruktiv.

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2 Antworten zu im Test: der neue Fuel Belt Crush

  1. Sabine schreibt:

    Ich wusste, mir fehlt beim Triathlon noch etwas, das meine Materialschlacht (mein Opel Corsa war wieder samt umgelegter Sitze knallvoll…) komplettiert! Vor allem beim Schwimmen könnte mir das Ding zusätzliche Sicherheit verschaffen. Wenn ich Durst habe, ist ja genug Wasser rundherum, doch so eine leere Flasche – so sie nicht bei meinem Untergehen aus der Verankerung flutscht – hat doch bojenähnliche Wirkung, fein!

    Es gibt tatsächlich Bewerbe, bei denen ich sowas mitnehmen MUSS? Ich will gar nicht wissen, was das wieder für laaaaaange, steile Strecken sind… 🙂

    lg von der Couch!
    Sabine, absolut faul

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