Südpfalzlauf, HM in Rülzheim – 5.9.2010

Info unter  www.lgruelzheim.de
Ergebnisse unter   www.laufinfo.de 
Fotos ? Weiß jemand wo ?

heute morgen um 6 Uhr hab ich so absolut gar keine Lust aufzustehen. Draußen ist es dunkel und kalt. Rülzheim? Halbmarathon? gerne ohne mich! Geht aber nicht, denn um 7:15 werden Christiane und Wilhelm vor der Tür stehen, und ich habe keine glaubhaften Ausreden parat. Ok. Auf der Fahrt dahin quäle ich sie damit:

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In Rülzheim treffen wir die Feuerbacher, die mit über 60 Mann schon den Preis für die kopfstärkste Mannschaft im Kasten haben. Für die meisten der Läufer des Berlin-2010-Programms ist heute der letzte Check vor dem Marathon – vor 2 Jahren habe ich da auch auch dazu gehört. Nette Erinnerung, und ne schöne Bestzeit bin ich damals gelaufen 🙂

Dass mir das heute nicht gelingen wird, zwei Wochen nach dem APM, ist eigentlich klar. Muss auch nicht sein, diese Saison sind meine Bestzeiten eh schon inflationär, da wird man sonst schnell größenwahnsinnig… Ziel an Realität angepasst heißt heute, nach Möglichkeit unter 1:45 laufen, doch auch das ist noch schwierig genug, schließlich hab ich das erst einmal im Leben geschafft und das könnte ja auch nur Zufall gewesen sein. Schon vom Gedanken daran werden mir die Füß lahm.

Wie schwer es tatsächlich wird, spüre ich schon auf dem ersten Kilometer. Da geht gar nix. Der Puls ist schon ganz oben, die Füße kleben aber am Boden. Bei km 10 bin ich endlich eingelaufen, habe das Maß der richtigen Qual gefunden und bin sogar noch einigermaßen im Plan. Das kann ich halten bis km 15, dann kommt ein gnadenloser Einbruch. Mir ist auch gleich klar, dass der jetzt nicht vorübergehend ist, sondern dass es das jetzt war. Bin einfach noch zu müde, so ist das. Am liebsten möchte ich mich jetzt länger wohinsetzen … am besten direkt hier an der Strecke, mit Apfelschorrle und fortan als Zuschauer … gucken wie die alle vorbeirennen … Das kann ich dann auch, allerdings nicht im Sitzen, die überholen mich auch im Laufen … einer nach dem anderen … uuuh was bin ich kaputt ….

In einer Kurve sehe ich Bernd ein Stück hinter mir, das motiviert mich immerhin noch ein bißchen und ihn auch, nämlich mich zu überholen 😉 Bei km 19 hat er mich und schlägt vor, dass wir gemeinsam ins Ziel laufen. Das wollte ich zwar schon lang mal, aber ich kann auch diesmal nicht mehr bei ihm mithalten, er nimmt mir eine halbe Minute oder so ab.

 (locker ist anders *gg*)

Der letzte Kilometer wird zum Härtetest, aber beim Zieleinlauf muss man gut aussehen und nochmal was zeigen, Jo rennt mit und treibt mich an, und dann muss ich mich erstmal setzen und ein wenig vor mich hin röcheln, bevor ich was sagen kann. Neben mir hocken 2 nette Franzosen, die was über Kilometerschnitte und Durchgangszeiten von mir wissen wollen – uff Französisch, nee iss klar…

Die Uhr zeigt einen Gesamt-km-schnitt von 4:56, ich schalte um und sehe eine 1:42,50 und eine Lauflänge von 20,8 Kilometern. Nicht mein schnellster Lauf, aber trotzdem Bestzeit. Ok, die ist nicht unverdient, ich habe alles gegeben… aber richtig gut war ich eigentlich nicht. Danke, Garmin. Früher wäre man im Traum nicht auf die Idee gekommen, festgeschriebene Streckenlängen zu hinterfragen oder sich anhand des Kilometerschnitts zu beurteilen. Dafür, dass ich mich den ganzen Lauf über eigentlich nie richtig gut gefühlt habe, ist die Zeit aber gleich zweimal super. Lassen wir das also einfach so stehen. 10 Minuten schneller als vor zwei Jahren…

 

Uns Dani – ganz Philosophin – lässt es mal wieder eher locker angehen und genießt das schöne Wetter, die frische Luft und den grünen Blätterwald und kommt mit 1:57 und ohne Atemnot ins Ziel. Was man ja auch erstmal hinkriegen muß 🙂

 

Christiane läuft zum ersten mal unter 2 Stunden und ist auch total zufrieden. Sie will mir ja immer noch nicht glauben, dass sie den Dresden Marathon L-O-C-K-E-R unter 4:30 schafft, mal sehen, wer da nachher Recht hat! Wir tauschen noch ein bißchen Jägerlatein aus, erbauen uns gegenseitig mit den Schilderungen unserer diversen Schmerzen und gehen dann eine Runde schwimmen im Freizeitbad nebenan, das leider bald geschlossen wird 😦 (man darf in Zukunft aber weiterhin dort duschen, meldet der Veranstalter). Danach gewinnen wir nichts bei der tollen Verlosung *wie*immer*, haben keine Plätze auf dem Treppchen gemacht *wie*immer* und fahren zufrieden nach Hause *wie*immer*.

Der Südpfalzlauf, den es übrigens nicht nur im Herbst sondern auch immer um Pfingsten herum gibt, ist unterm Strich zu empfehlen, weil er einfach gut und stressfrei organisiert ist und alles noch diesen netten persönlichen touch der kleineren Läufe hat. 8 EUR ohne Nachmeldegebühr und mit netten Warenproben sind auch sehr löblich (den Sprit rechnen wir mal nicht *grins*). Ok, die Infrastruktur im Sanitärbereich am Start ist eine echte Zumutung – vorsichtig umschrieben – verbesserungswürdig.

Jetzt muss ich schnell mal gucken, wo man denn am 11.9. laufen könnte, hier in der Nähe. Irgendwer ’ne Idee?

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