Allgäu Panorama Marathon – 22.8.2010 (Teil 3)

  

www.allgaeu-panorama-marathon.de

Dieser Lauf war dermaßen emotionsstark, dass ich zum Teil die ganzen Eindrücke gar nicht mehr sortiert bekomme. Ist ja auch wurscht, das Gesamterlebnis ist es, was zählt. Und das hat mich umgehauen. Im Ziel von Martin befragt wie es denn so war, lautete die eher schlichtgestrickte Antwort „Beinhart. Saugeil.“

Über „beinhart“ und „saugeil“ lässt sich natürlich kontrovers diskutieren. Wer schon die ganzen großen Bergläufe gemacht hat, der wird vielleicht sagen, der APM sei ein charmanter kleiner Lauf mit einem etwas welligen Profil oder so, und sich erhobenen Hauptes auf den Ultra-Trail (3.000 HM auf 69 km) begeben. Ich laufe aber nun halt meistens auf Waldwegen und ohne nennenswerte Höhenmeter, und Wettkämpfe größtenteils in der Stadt. Auch die Beschreibung auf der APM-Website ist unter diesem Gesichtspunkt differenziert zu betrachten: Für einen Allgäuer ist eben ein „normaler Wald- und Wiesenweg“, was für unsereins schon eher ein Hardcoretrail ist. Richtig ist aber trotzdem, dass die Marathonstrecke bei trockenem Wetter mit normalen Schuhen gelaufen werden kann, und man dafür keine Trailschuhe braucht. Diesen Fehler hab ich zum Glück nicht gemacht.

Ich habe versucht zu fotografieren. Die Vielfalt des Laufs konnte ich nicht einfangen, da die Wege zum Teil so schwierig zu laufen waren, dass ich meine ganze Konzentration dafür gebraucht habe. Zumal ich ja auch nicht immer alles so gut sehe. Stehenbleiben war gerade an den schönsten Stellen einfach nicht möglich, da ich sonst die Läufer hinter mir behindert hätte. Oder weil ich irgendwann einfach zu kaputt war, um noch hinzustehen und die Kamera heraus zu freckeln. Bei anderen Bildberichten hab ich im Vorfeld ähnliche Fotos gesehen, die auch fast nur auf den Autobahnen geschossen wurden – denen schien es demnach ähnlich gegangen zu sein. Ein weiterer Beweis zum Thema „Wie Irrtümer durch mangelnde Kommunikation entstehen.“

Doch begeben wir uns an den Start: Morgens um kurz vor 8 Uhr sammeln sich dort 200 extrem entspannte Läufer, die alle zu wissen scheinen, was sie tun. Die Ultras sind schon seit 6 Uhr auf der Piste. Die Stimmung ist extrem easy und ein toller Gegensatz zu dem üblichen nervösen Gerenne und Gezerre bei den schnellen und vollen Läufen. Vor uns liegt jedoch – nur zur Erinnerung – das hier:

 

Ein Marathon mit 1.500 Höhenmetern. Nicht wirklich was für Anfänger (mit Seitenhieb Richtung Günter).

Ich tue auch mal schnell noch ganz easy…

 

Entsprechend angenehm unspektakulär verläuft auch der Start. Noch bin ich der Meinung, dass bei diesem Lauf die ersten 17 Kilometer am schwierigsten sind. Ich bin wirklich nicht gut am Berg, und bei nur 200 Läufern muss ich höllisch aufpassen, dass ich nicht innerhalb von 5 Kilometern bis ganz nach hinten durchgereicht werde. Schlußläufer zu sein ist zwar per se durchaus ehrenhaft, mir fehlt dafür aber ganz entschieden die moralische Größe. Ich muss also einigermaßen im Feld bleiben, bis die Anstiege vorbei sind. Hintenraus hab ich mit der Strecke ja dann kein Problem. Schließlich hab ich ja fast nur Fotos von breiten und gut laufbaren Straßen gesehen, da kann man ja dann richtig Gas geben (siehe oben).

Der Plan ist also, im gemütlichen 6er-Schnitt im Mittelfeld mitzulaufen, bis es nach 4 Kilometern in den Berg geht, und dann halt mal gucken. Doch Pappendeckel. Um dort zu bleiben, wo ich Mittelfeld fühle, gibt der Garmin bis zur ersten VP bei km 4 einen Gesamtschnitt von 4:54 aus. Das laufe ich mal mit und halte vorsorglich den Mund, sehe aber schon meine Felle davon schwimmen. Bei Kilometer 3 wartet der Besenradler.

 

Der Anstieg in den Berg erfolgt ruckartig, nicht etwa sanft anlaufend. Keine 100 Meter und ich gehe. Es ist jetzt schon heiß, es wird nachher an die 30 Grad geben. Bei Kilometer 6 ist kein Shirt mehr trocken. Alles marschiert stramm, aber ich kann inzwischen ganz gut mithalten. Mein Garmin fiept allerdings die ganze Zeit „speed up“, weil er einen 6er-Schnitt laufen will. Habe leider nicht geschafft, das auszuschalten. Vorne murrt es „Wer piepst denn hier dauernd so.“ Ich tue erstmal unbeteiligt, werde aber schnell geoutet. Möchte in den Erdboden versinken. Leises Kuhglockengebimmel, und dazwischen dödelt unpassend das Elektronikspielzeug … Außer mir läuft hier keiner damit?

Erste Bekanntschaften werden gemacht. Bei km 8 kommt die nächste VP, bis dahin kenne ich schon zwei nette Mädels „von hier“ eine Dame aus dem Schwabenland (Nachbardorf) lehnt artgerecht die Kontaktaufnahme etwas unwirsch ab *grins* und einen freundlichen schon etwas reiferen Herrn, geschätzt Anfang M65, tatsächlich Ende. Wilfried läuft am Berg konzentriert in einem schnellen Tempo und ohne jegliche Atemnot. Er guckt mich einmal schräg an und sagt „Wir sind zu schnell.“ Was er mir damit sagen will ist, dass ICH über meinen Verhältnissen laufe. Woran sieht er das? Ich weiß, dass er recht hat, aber ich muss mein eigenes Ding machen. Besenradler und so. Meine Brille ist innen beschlagen. Ich setzte mein Lance-Armstrong-Pokerface auf und verschanze mich hinter Spiegelglas.

Wir laufen nicht umsonst und auch nicht zum Spaß den Allgäu PANORAMA Marathon. Schon bei der VP an km 8 haben wir ziemlich Höhe gemacht und es bietet sich dieser Ausblick, im Hintergrund mein ich. Das lohnt sich. Das nun folgende Stück kenne ich schon von der gestrigen Wanderung – auch die Bilder sind zum Teil von gestern – und ich weiß, womit zu rechnen ist.

        

Doch es geht alles so schnell, und ich komme so gut durch. Bergauf, bergab, runter von der Schotterstraße, über Wiesenwege, über Wiesen ohne Wege, hinein ins Wäldchen, hinaufgestiegen, hinabgestiegen, über Bächlein, über Stock und große Steine, kleine Steine, nasse, feste und lose Steine und allerlei imposantes Wurzelwerk. Seitenblick nach links nicht vergessen, das PANORAMA durch die Bäume… wie schön das ist…

Zum Teil ist der Boden nass und glitschig, und 300 Läufer vor mir (mit den Ultras) haben es nicht besser gemacht. Bei km 10 stehe ich bis zum Waden in einem Kuhfladen *tirili*, scheißegal, das trocknet, und weiter. Eine außerordentliche VP auf einem QUAD taucht auf.

Bei km 11 durch die Weideschranke mitten hinein in die Kuhherde, die Front steht wie ein Mann und wiederkäut gelangweilt glotzend, ich hänge mich an einen Läufer mit der Aufschrift „Alptraum“ und gestehe ihm unnötigerweise, dass ich Schiß vor den Viechern habe. Er ist nett und lässt mich auf der richtigen Seite laufen. Wir laufen eine Weile zusammen und diskutieren motivationshalber schonmal unsere Stärke beim bergab-Laufen. Bis km 26 werden wir uns immer wieder treffen, dann verliere ich ihn irgendwo.

Bei km 12 ist es so steil, dass wir uns alle an einem Stahlseil festhalten und nach oben ziehen. Ich rufe immer mal wieder „Will jemand vorbei?“, es will aber keiner.

Nochmal durch ein Waldstück mit schwierigen Passagen und da ist auch schon der Anstieg zum Weiherkopf, und das ist der höchste Punkt, der erste große Zacken im Höhenprofil. Ich kann es kaum glauben, denn es geht mir wirklich noch gut, und ich kann das Tempo der anderen mitlaufen. Das Feld entzerrt sich zusehends, aber ich werde keineswegs nach hinten durchgereicht. Unter dem Weiherkopf überholt mich Wilfried mit einem freundlichen Wort. Oben angekommen, müssen erstmal Fotos gemacht werden. Hier ist man Freund, nicht Konkurrent. Es ist nett, und die Stimmung wird zusehends lockerer.

 

Wir sehen alle schon ziemlich ramponiert aus, macht nix. In dem Moment, in dem ich da stehe wird mir endgültig klar, dass es richtig gut läuft und ich den Besenwagen absolut vergessen kann. Es geht mir gut, und ich bin besser bis hierher gekommen als in meinen kühnsten Träumen. Die Sonne brennt vom Himmel, es ist absolutes Kreislauf-Wetter, aber ich habe keinerlei Probleme. Jetzt kommt ein steiles Stück bergab, dann der nächste große Anstieg, und dann habe ich es geschafft. Denke ich.

Der Abstieg zur Bergstation der Hörnerbahn ist gefühlt senkrecht und verläuft auf einem rutschig Kiesweg mit vielen engen Kurven. Schon zu gehen nicht einfach, aber wir laufen… Ein paar schwerere Läufer scheinen die Beschleunigung ihrer Masse nicht so ganz im Griff zu haben, aber es passiert nix. Die Stimmung ist ausgelassen.

Unten angekommen befinden wir uns plötzlich auf einem kinderwagentauglichen Wanderweg, der die Hörnerbahn in der Waagrechten mit einer Ausflugshütte verbindet. Und so treffen wir auf die nächste unwägbare Komponente dieses überraschenden Laufs: Allgäu-Touristen, wie aus dem Bilderbuch, in Horden, gerade den Bettfedern und der Gondelbahn entstiegen. Wandernde Großfamilien mit Hunden, Kinderwagen und Dreirädern, paarweise Senioren oder auch einzelne Wanderer, zum Teil mit fies ausgestellten Stöcken bewaffnete Stockenten. In Lauf- und in Gegenrichtung, auf dem Weg zur Schwabenhütte. Wir hasten vorbei und werden größtenteils angestarrt wie Außerirdische. Kaum einer feuert uns an, aber die meisten machen wenigstens Platz. Ich möchte das Stück möglichst schnell hinter mich bringen, doch was muss ich merken: Schnelles Tempo iss nich mehr. Meine Oberschenkel zittern und ich laufe wie auf Eiern. Etwa das Gefühl, wie wenn man im Triathlon vom Rad kommt. Wohlgemerkt, wir sind irgendwo bei km 14, 15…

An der Wasserstation gibt es Melonen und Bananen und ich laufe die nächsten endlosen Kilometer mit einem netten Läufer aus Kassel/München, der es auf den Punkt bringt „Ich war noch nie bei km 15 schon so kaputt!“. Längst sind wir wieder im Anstieg auf einem Wiesenhang, aus dem das Wasser läuft. Der Weg, diesmal ein Ein-Mann-Naturtrampelpfad mit viel nassem Dreck und großen Steinen, ist aufgeweicht und löchrig.

Der Fotograf hat sich ein trockenes Plätzchen ausgesucht. Es ist anstrengend, und die Sonne brennt herein. Konzentriert arbeiten wir uns nach oben.

 

Ich bitte den Streckenposten, ein Bild von mir zu machen, siehe links. Wir stehen nun auf dem zweiten großen Zacken des Höhenprofils, und in Laufrichtung tun sich die nächsten Täler und Panoramen auf. Bin ich denn wirklich nur im Allgäu? Ganz unten kann man schon Grasgehren erkennen, das ist die nächste große VP. Der Weg hinab lässt sich gut laufen, geht aber gewaltig in die Oberschenkel. Vom Ultra-Buffet ist sogar noch Zwetschgenkuchen übrig. Die Helfer machen Party und sind nett wie überall. Nach meinen Erfahrungen mit der warmen Fleischbrühe in Ulm bleib ich aber lieber bei meinem Riegel und fülle noch einmal richtig Wasser nach. Die Wasserflasche, die ich seither getragen habe, lasse ich jetzt stehen, bergab sollte eine Station alle 4-5 km doch reichen.

Es geht weiter und die Strecke zieht sich auf und ab über Hügel, Berge, Täler, Wiesen… ich habe den Überblick verloren. Laufen wechselt mit Gehen ab, denn ständig kommen neue An- oder Abstiege. Den Halbmarathon passiere ich mit 2:57 und guter Dinge. Die Läufer um mich herum sehen zum Teil schon etwas angegriffen aus und laufen nicht mehr alle so rund. Kilometerweit laufen wir durch die Natur, durch Kühe, durch den Lauf. Das Adrenalin ist weg, ich bin gut eingelaufen. Es ist Zeit, langsam etwas philosophisch und demütig zu werden.

Doch nix da, bei der VP etwa an km 24 – nächster plötzlicher Szenenwechsel – erläutert mir die freundliche Helferin, dass es jetzt 6 km auf dieser breiten, asphaltierten Straße da vorne immer nur bergab gehen wird. Wow. Damit war nicht mehr zu rechnen. Wo kommt diese Straße plötzlich doch noch her? Die ideale Rennstrecke, genau mein Ding. Ich laufe los. Doch weit ausholende, raumgreifende Schritte sind nicht mehr drin, auch wenn der Fahrtwind angenehm kühlt. In der linken Wade und passend im rechten Oberschenkel sitzt etwas Hartes, was noch kein richtiger Schmerz ist, aber schnell einer werden kann. Vorsichtiges Laufen ist also angesagt. So alle paarhundert Meter hole ich einen der vor mir Laufenden wieder ein, seltsamerweise alles Männer, keine einzige Frau. Die Gazellen sind vermutlich längst im Ziel. Viele laufen eckig, man sieht ihnen Knieprobleme und Krämpfe an, und schon seit etlichen Kilometern hat mich niemand mehr überholt. Das wird auch bis ins Ziel so bleiben.

Weideroste (dieserda andernorts aufgenommen) sind die einzigen Hindernisse, die man aber mit Schuhgröße 37 tunlichst vorsichtig überqueren sollte. Aber nicht stehenbleiben.. Am Ende der Rennstrecke laufe ich auf Wilfried auf, der immer noch ein beachtliches Tempo vorlegt. Etwa bei km 30 haben wir das Tal erreicht und laufen ein längeres Stück zusammen, ohne viel zu reden. Ich kann noch, bin aber schon müder als sonst beim Marathon im Ziel. Hammer was für ein Lauf! Aber es geht mir gut. Wir versuchen, ein gleichmäßiges Tempo zu halten, doch es geht immer wieder hoch und runter, jetzt zum Teil auf kleinen Waldwegen. Ich habe den Verdacht, dass ich zuhause nach einem Trainingslauf von 10 km mit diesem momentanen Profil erstmal hinliegen müsste!

Zwischendrin kommt noch ein gewaltiger Anstieg, bei dem es gefühlt senkrecht über eine glühende Wiese nach oben führt. Nur noch ganz wenige Läufer sind in Sichtweite, alle leiden wir.

Wir dürfen aus einer privaten Sprudelflasche trinken, die Hände noch im Brunnen waschen, und werden sehr nett angefeuert. Danach geht es auf ein kühles Waldstück, aber immer noch steil bergauf. „Nur ein kleiner Anstieg mit 150 Höhenmetern“ hat die Dame an der letzten VP gesagt. Auch dies wäre bei uns zuhause für sich schon schon ein netter Trainingslauf, auch ohne Marathon drumrum. Meine Oberschenkel fühlen sich so langsam bleiern an, aber wir sind schon hinter km 30, ich fühle mich in Sicherheit und weiß, da geht noch was. Gleich sind wir oben. Es geht ein paar Holzstufen durch den dunklen schattigen Wald hoch und dann….

 

tritt man heraus wie aus der Hohlen Gasse und sieht dies hier 🙂 Mal ehrlich, die Formulierung „eröffnet sich ein Panorama“ fand ich bis dato immer etwas übertrieben.

Abgebogen nach links, stehe ich 200 Meter weiter plötzlich bis zu den Knien im Heu einer gemähten Wiese. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wo nun der Weg sein könnte, aber keine Beschilderung. Was jetzt? Ich warte auf die nächsten beiden Kandidaten, und wir entscheiden uns für eine der möglichen Varianten, die sich zum Glück als richtig herausstellt. Dies war aber auch wirklich die einzige kritsche Stelle im ganzen Lauf, alles andere war super markiert.

Bald erreichen wir die nächste VP, sind jetzt so etwa bei km 34. Die nächste freundliche Dame dort erklärt, dass es jetzt bis ins Ziel am Illerdamm entlang ginge, das sei sehr schön, aber leider halt in der prallen Sonne. Ich schütte Cola nach. Wilfried sagt, ich soll zulaufen, er mag etwas langsamer machen. Ich laufe. So richtig Kraft habe ich nicht mehr, aber es läuft noch rund, und in der Ebene ist die Muskulatur ok. Wie so oft ist es jetzt von zychologischem Vorteil zu wissen, was man so drauf hat.

Die Iller rauscht einladend dahin, es gibt flache Kiesbänke und wunderschöne Plätzchen, an denen ich jetzt gern meine Füße baden möchte. Paddelnde Kinder in Schlauchbooten interessieren sich so gar nicht für uns, und die Idylle ist perfekt. Der Planet sticht. Die nächsten Kilometer hole ich noch etliche Läufer ein, einige davon gehen schon, viele sehen nicht mehr so entspannt aus, obwohl wir doch fast im Ziel sind. Gefühlt laufe ich einen 6:30er-Schnitt, der Garmin gibt zu meiner Überraschung nachher jedoch Messwerte zwischen 5:35 und 5:55 aus, mit geringen Abweichungen an den Wasserstationen.

Bei km 40 hat das Cola eine Temperatur kurz vor dem Siedepunkt, wir stehen voll in der Mittagshitze. Runter damit und jetzt weiter ins Ziel und dann in den Schatten. Ich überhole heimlich triumphierend noch schnell einen gewichtigen Läufer, der mich bei einem Abstieg ziemlich unkontrolliert und rücksichtslos überrannt hat. Ehrenwort, wäre ich nicht rechtzeitig ins Gebüsch gesprungen… der Junge muss noch weg… ansonsten hab ich ja kein großes Konkurrenzdenken, aber dieser hier soll echt nicht vor mir im Ziel sein.

Auf der Zielgeraden wartet schon mein Schätzlein und läuft den Rest mit mir.

 

Im Ziel begrüßt Organisator Axel Reusch alle seine Schäfchen mit Handschlag, wie sich das gehört. Ich lasse ihn gleich mal ordentlich an meiner Euphorie teilhaben.

Finished! Her mit der Medaille! 🙂  Die Uhr zeigt 5:25, ist mir aber eigentlich total egal, was da steht. Im Gesamteinlauf liege ich auf Platz 113 von 180, bei den Frauen auf Platz 19 von 33 und in der AK auf Platz 4 von 7. Damit bin ich total zufrieden. Mir geht es blendend und es kommt auch später kein toter Punkt. Es lohnt sich, noch eine Weile im Zielbereich abzuhängen, die Atmosphäre zu genießen, mit den Leuten zu schwätzen und Erlebnisse auszutauschen. Wilfried kommt 4 Minuten nach mir ins Ziel und ist’s auch zufrieden.

 

Rundherum ein gelungener Lauf, den ich nächstes Jahr auf jeden Fall wieder laufen will !

Hier ist noch der Bericht von Günter, der den Ultra-Trail gelaufen ist. Günter und Niko haben gute Bilder gemacht. Die ersten 22 km verlaufen Ultra-Trail und Marathon auf derselben Strecke, das ist bei Günters Bildern bis Bild 78. Dort bin ich überall auch gelaufen 😉

Und hier noch ein Bericht von Anton Lautner von Marathon4You  und  einer von Klaus Klein (Marathon4You),  beide haben auch sehr schöne Bilder, auf denen die Vielfalt der Strecke gut zu sehen ist.

Nachklapp: Bei Heinz Jagemann hab ich noch ein paar nette Bilder gefunden. Wir scheinen den Marathon weitgehend zusammen gelaufen zu sein, er war 5 Minuten vor mir im Ziel. Ich muss ehrlich sagen, ich erinnere mich nur  noch dunkel an manche Wegbegleiter, war wohl doch alles arg anstrengend. Aber danke Heinz für die Bilder und dass Ihr mich vor den Kühen gerettet habt..

     

***

etwas weniger gut gefallen sollte es mir dann ein Jahr später auf der APM Ultra-Distanz, dem APUT. Den wenig vorteilhaften Bericht dazu findet Ihr HIER.

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6 Antworten zu Allgäu Panorama Marathon – 22.8.2010 (Teil 3)

  1. sabine schreibt:

    Tolle Schilderung, ich lese gerne weiter. Bitte schnell schreiben, bin grad so schön drinnen in der Gschicht! Ich soll das mit Dir laufen?!? Da wirst Du mich zerren müssen…. Aber ein kleiner Beitrag meinerseits, völlig am Thema vorbei. Als ich das erste Mal vom NY-Marathonstreckenprofil hörte, drang in meine Ohren das Wort „Hügelmarathon“. Und ich war ungläubig. Also bitte, in dieser Stadt Hügel?!? Noch ungläubiger war ich dann aber als man meinte, dass nicht das Bergauflaufen das Problem bei einem Marathon mit Höhenmetern ist sondern das BERGABLAUFEN. Deswegen bin ich gespannt, was Du von der Bergabrennerei jetzt so berichten wirst. Ich lehne mich zurück, mach die zweite Chipstüte auf. Geht schon….!!! Film ab!

  2. Kati schreibt:

    *grins* – bist Du NY schon gelaufen, oder wird es dieses Jahr Dein erster? Wir sind ihn 2003 und 2007 gelaufen, und er ist tatsächlich hintenraus über die ganzen Brücken nicht so ganz ohne. Die meisten Leute brauchen 20 – 30 Minuten mehr als üblich. Aber NY darfst Du einfach nicht mit Scheuklappen laufen…

  3. sabine schreibt:

    Weiter, weiter! Los! Du schaffst es!!! 🙂
    Ich bin ein NY-Marathon-Neuling. Und bekennende Läuferin und Triathletin auf Strecken, die tellerflach sind. (nein, keine Suppenteller) Auch brettleben würde gehen. Bin froh, dass es zumindest beim Schimmen nie bergaufgehen wird… 🙂
    Aber ich trainiere zur Zeit das richtige Bergablaufen. Nicht das, wo ich immer alle überhol, dass es sie im Windschatten mitreißt. Das ist angeblich nicht das richtige Bergablaufen… angeblich… 🙂 Ich bin da ja (noch) ganz anderer Meinung. 🙂

  4. Pingback: Allgäu Panorama Marathon – So. 22. August 2010 | FLBW – laufend Spaß

  5. Holle schreibt:

    Jetzt aber endlich auch hier noch herzlichen Glückwunsch zu dem tollen Lauf! Der fehlende Bergab-Respekt wurde Dir ja glücklicherweise nicht zum Verhängnis und bergauf bist Du fitter als Du denkst :o)

    Klasse Bericht, schöne Bilder!

  6. Kati schreibt:

    danke 🙂 ja, ich scheine aufgeholt zu haben 🙂

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